Hard mit einem Spiel weniger Sieger der Hinrunde

Der ALPLA HC Hard musste zwar Freitagabend gegen die Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL die erste Saisonniederlage hinnehmen, bleibt aber mit einem Spiel weniger und dank der besseren Tordifferenz nach der Hinrunde an der Tabellenspitze. Bei den Samstagsspielen der 9. Runde in der Handball Liga Austria trennten sich die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN und der Moser Medical UHK Krems mit einem 26:26 Unentschieden, Der HC LINZ AG konnte gab durch den Auswärtssieg gegen die Union JURI Leoben die rote Laterne an die Steirer ab, Titelverteidiger HC FIVERS WAT Margareten drehte einen 13:15 Rückstand zur Pause beim SC kelag Ferlach noch in einen 30:27-Sieg und Bregenz Handball bleibt durch den 27:22-Erfolg über den HC Bruck zuhause weiterhin ungeschlagen.

Foto: Walter Zaponig
Foto: Walter Zaponig

Zwischen der SG INSIGNIS Handball WESTWIEN und dem Moser Medical UHK Krems gehörte die erste Halbzeit klar den Wachauern. Mit einem Vorsprung von fünf Toren gingen die Gäste selbstsicher in die Kabine, doch WESTWIEN startete nach Seitenwechsel eine wahre Aufholjagd. Mitte der zweiten Halbzeit sah sich die Truppe von Hannes Jon Jonsson sogar mit sechs Toren im Hintertreffen, doch Wilhelm Jelinek, Gabor Hajdu und Erwin Feuchtmann brachten ihr Team wieder zurück ins Spiel. 71 Sekunden vor Ende der partie gelang der Ausgleich zum 25:25, noch einmal konnte Krems durch Vlatko Mitkov in Führung gehen, Sebastian Frimmel erzielte mit der Schlusssirene den Ausgleichstreffer zum 26:26.

 

Krems-Co-Trainer Werner Lint: „Wenn man das ganze Match lang führt und am Ende nur Unentschieden spielt, dann ist es schon ein verlorener Punkt. Auf der anderen Seite muss man, auch weil Sebastian Feichtinger wegen Krankheit gefehlt hat, zufrieden sein. Bei WESTWIEN, einem direkten Konkurrenten um das Obere Play Off, auswärts einen Punkt zu holen ist schon ok.“

WESTWIEN-Trainer Hannes Jón Jónsson: „Wenn man ehrlich ist, haben wir uns diesen Punkt heute nicht verdient. Wir haben in der ersten Halbzeit im Angriff ganz schlecht gespielt, in der zweiten Welle unglaublich viele technische Fehler gemacht und sind extrem unzufrieden mit der Leistung. Die Mannschaft hat aber in der zweiten Halbzeit sehr gut gekämpft und mit dem einen Punkt sind wir nach der Aufholjagd natürlich trotzdem glücklich, aber gegen Hard am Dienstag müssen wir definitiv mehr zeigen.

 

HC LINZ AG gibt rote Laterne an Union JURI Leoben ab

In einem wahren Offensivspektakel mit insgesamt 67 Toren, setzte sich der HC LINZ AG auswärts bei Union JURI Leoben mit 36:31. Bereits zur Halbzeit erspielten sich die Oberösterreicher einen Vorsprung von sieben Toren. Nach Seitenwechsel gelang es den Steirern auf 21:23 heranzukommen, doch die Gäste setzten sich erneut ab und spielten den Sieg sicher nach Hause.

 

Manuel Gierlinger, Trainer HC LINZ AG: "Wir haben heute das gut umgesetzt was wir uns vorgenommen haben. Die Ausgangsituation war bei uns gleich wie bei Leoben. Beide hatten zuletzt einen Negativ-Run. Es sind dann oft Kleinigkeiten die entscheiden. Man hat heute bei uns vielleicht das Feuer mehr gespürt was am Ende dann das Spiel für uns entschieden hat. Bescheiden war der Start nach der Pause, wobei ich meinen Jungs Respekt zollen möchte, dass Sie die Aufholjagd der Leobener gut weggesteckt und den Sieg noch relativ souverän über die Zeit bringen konnten."

 

Thomas Kuhn, Flügelspieler Union JURI Leoben: "Wir haben uns vor der Pause das Spiel vor allem wegen technischer Fehler selbst schwer gemacht und keine Mittel gegen Kikanovic gefunden. Es war keine Stimmung in der Mannschaft. In die zweite Halbzeit sind wir super gestartet und haben bis zum minus zwei einen tollen Kampf geliefert. Die beiden Hinausstellungen gegen Marek (Anm. Kovacech) und Spende (Anm. Spendier) haben uns dann leider wieder aus dem Konzept gebracht. Danach haben es die Linzer gut nach Hause gespielt. In der nächsten Woche müssen wir uns mannschaftlich wieder besser und aggressiver präsentieren und mit Herz spielen!"

 

Bregenz Handball behält vor Heimpublikum weiße Weste

Bislang konnte Bregenz Handball all seine Heimspiele für sich entscheiden. Auch Samstagabend gegen den HC Bruck gaben sich die Festspielstädter mit 27:22 keine Blöße. Dabei war nach 30 Minuten das Spiel noch völlig offen. Goran Aleksic im Tor der Bregenzer lief in der zweiten Halbzeit zu Höchstform auf und ermöglichte es seinen Mitspielern einen Viertorevorsprung heruaszuspielen. Nach 60 Minuten und mit einem Gesamtscore von 27:22 ließ sich das Team von Trainer Robert Hedin von den Fans feiern.

 

Ante Esegovic, Bregenz Handball: „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht kompakt genug in der Verteidigung. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns dann dank mehr Aggressivität und tollen Paraden von Goran absetzen. Jetzt gilt es Kraft für das Spiel gegen die Fivers am Dienstag zu sammeln.“

 

FIVERS mit Routine zum Erfolg

Meister HC FIVERS WAT Margareten gelang nach einem 13:15 Rückstand in der zweiten Halbzeit die Wende. Nach 41 Minuten lagen die Wiener mit drei Toren in Führung und ließen sich den Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen.

Aufsteiger SC kelag Ferlach spielte insgesamt eine unglaubliche Hinrunde. Fünf Siege stehen bei den Kärntnern nach neun Runden zu Buche, zwischenzeitlich lag man sogar auf Platz 3 in der Tabelle. Nach dem Überraschungserfolg gegen Bregenz Handball spielte man auch gegen den amtierenden Meister aus Wien frech und ohne Druck auf, erspielte sich bis zur Pause sogar einen Zweitorevrosprung – 15:13.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kassierte Dean Pomorisac eine Zweiminutenstrafe, die die Wiener eiskalt ausnutzten und bis auf ein Tor an die Gastgeber herankamen. Nach dem 18:18 Ausgleich durch David Brandfellner und dem Führungstreffer für die FIVERS durch Ivan Martinovic, markierte die nächste Zweiminutenstrafe gegen den SC kelag Ferlach den endgültigen Knackpunkt. Adonis Gonzalez-Martinez wurde für zwei Minuten hinausgestellt, die Wiener zogen bis auf drei Tore davon.

In der Folge spielte der HC FIVERS WAT Margareten diesen Vorsprung routiniert über die restlichen 20 Minuten nach Hause.

 

Walter Perkounig, Obmann SC kelag Ferlach: „Letztendlich sind wir an unserer eigenen Chancenauswertung gescheitert. Gegen den Meister kann man daheim schon mal verlieren. Das Spiel hat uns auch gezeigt, dass wir noch viel von den Topteams lernen können. Die FIVERS haben diesen Sieg am Ende mit einer unglaublichen Routine nach hause gespielt. Unterm Strich können wir mit einer Drei-Tore-Niederlage gegen den amtierenden Meister gut leben.“

 

Peter Eckl, Trainer HC FIVERS WAT Margareten: „Für uns war es ein ganz wichtiger Auswärtssieg, speziell für den Kopf, weil wir diesen Sieg bei einer Mannschaft holen konnten, die zu Hause noch nicht verloren hat. Es war heute nicht unser bestes Spiel, aber wir sind glücklich, dass wir es nach Hause gespielt haben.“