Karate WM Linz - Mendy Swoboda holt WM-Silber

„Unglaublich, ich habe Silber. Die Stimmung in der Halle war sensationell“, strahlte Mendy Swoboda. Der Paralympics-Silber-Kanute sorgte für die Überraschung bei der Karate-Weltmeisterschaft in der Linzer TipsArena. 5000 Fans jubelten mit ihm und Weltmeisterin Alisa Buchinger, die vom Weltkarate-Verband sogar als MVP ausgezeichnet wurde, sowie die Bronze-Medaillengewinnerin Bettina Plank gratulierten. Viel Beifall gab es auch für das Organisations- team rund um Ewald Roth und Hans Werner Streicher . . .

Markus Mendy Swoboda mit Coach Iris Kreutzer Foto: Photo Plohe
Markus Mendy Swoboda mit Coach Iris Kreutzer Foto: Photo Plohe

In 110 Ländern war die Weltmeisterschaft live zu sehen. Über 40 Millionen Klicks gab es auf you tube. „Wir konnten mit unseren Ideen von der Eröffnungsshow bis zur Schlusszeremonie neue Maßstäbe im Karate setzen“, war Ewald Roth glücklich. WKF-Präsident Antonio Espinós zollte Beifall und übernahm die WKF-Flagge aus den Händen von Hans Werner Streicher. Ehe Andie Gabauer den WM-Song WeAreKarate performte.

Die Medaillenwertung gewann Japan mit sechs Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille vor Frankreich (3/2/4) und Iran (3/0/3). Österreich landete mit Gold und Bronze auf Rang sechs. Einen Meilenstein setzte Rafael Aghaev (Aserbaidschan), der seinen fünften WM-Titel feiern konnte. Zu den Stars des Finaltages zählte Para-Kata-Vizeweltmeister Mendy Swoboda. „Ich bin begeistert und möchte mich bei meiner Trainerin Iris Kreuzer bedanken“, sagte der Altenberger, der sich aber jetzt wieder auf den Kanu-Sport konzentriert. „Jetzt habe ich zweimal Silber – mit beiden Sportarten habe ich noch eine Rechnung offen.“

Sano-Chef Manfred Winkler, Knarik Airapetian und Trainerin Tatjana Ushakova Foto: Winkler
Sano-Chef Manfred Winkler, Knarik Airapetian und Trainerin Tatjana Ushakova Foto: Winkler

Die Para-Sportler standen bei der WM generell im Brennpunkt: Nicht nur beim Gala-Abend von Sano und Sparkasse, den der blinde Sänger George Nussbaumer mit einem Konzert krönte. Sondern auch am Tatami. Dafür gab es vollen Einsatz wie etwa von Sano-Chef Manfred Winkler für die ukrainische Athletin Knarik Airapetian. „Die Nabe der Räder des Rollstuhls war gebrochen. Über unser Sano-Netzwerk konnten wir Klaus Affenzeller von der Firma Baar dazu bewegen, dass er die Räder austauscht. Dadurch konnte die Ukrainerin starten und sogar das Finale erreichen“, erzählte Winkler freudig.