Niederlage im Verfolger-Duell

Am 8. Spieltag des Bundesliga-Grunddurchgangs riss die Serie von medalp Handball Tirol: Der Tabellendritte unterlag dem Zweiten SU Falkensteiner Katschberg-St. Pölten auswärts mit 29:25. Nach sechs Siegen in Folge musste sich medalp Handball Tirol am Freitagabend erstmals seit dem Bundesliga-Auftakt wieder geschlagen geben. Die Innsbrucker traten stark ersatzgeschwächt zum Spitzenspiel beim zuvor punktgleichen Tabellenzweiten in St. Pölten an.

Foto: Handball Tirol
Foto: Handball Tirol

So fehlten gegen den Titelkandidaten Manuel Hechenblaikner, Thomas Heiss, Clemens Wilfling, Dragoljub Perovic, Johannes Ladstätter, Alfons Huber und Johannes Demmerer. Trotz dieser Umstände verkauften sich die Innsbrucker mehr als teuer und forderten die Niederösterreicher, die ihre stärkste Besetzung aufbieten konnten, über die gesamten 60 Minuten. Zwar führte St. Pölten nach acht Minuten mit 4:1, doch nur wenig später gelang Philipp Humer das 5:5. Er war einer der Youngsters, die Spielertrainer Mindaugas Andriuska gegen die routinierten Hausherren ins Rennen warf. So konnte sich etwa auch der 19-jährige Nico Gasparini aufzeigen und sich in die Torschützenliste eintragen. Jovan Badzoka erzielte in Minute 17 sogar die 8:9-Führung für medalp Handball Tirol.

Es folgten jedoch zwei Zeitstrafen, die St. Pölten nutzte. Allerdings blieb es eng, 14:12 lautete der Pausenstand. Den Gastgebern gehörten die ersten beiden Tore des zweiten Durchgangs, Handball Tirol war nun zumeist zwei bis drei im Rückstand. Die junge Truppe gab alles, der mit elf Treffern groß auftrumpfende Armin Hochleitner und seine Teamkollegen stemmten sich gegen das Ende der Siegesserie. Bei 21:19 für St. Pölten mussten jedoch erneut zwei Innsbrucker mit Zeitstrafen auf die Bank. Clever verteidigten die Niederösterreicher in der Folge ihren Vorsprung, kamen ohne zu glänzen zum siebten Saisonerfolg. Handball Tirol legte neuerlich eine Talentprobe ab. Am Mittwoch gastiert man dann beim ATV Trofaiach.

 

Stimme:

Mindaugas Andriuska (Spielertrainer medalp Handball Tirol): „Ich bin angesichts der zahlreichen Ausfälle durchaus zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben uns sehr gut geschlagen, uns aber leider immer wieder durch Fehler und vermeidbare Zeitstrafen selbst aus dem Tritt gebracht. Es freut mich zu sehen, wie sich Youngsters wie Nico Gasparini oder Philipp Humer entwickeln und auch schon in der Bundesliga Fuß fassen können. Diese Niederlage kann passieren, jetzt richten wir den Fokus auf das Trofaiach-Match. “

 

Infos:

SU Falkensteiner Katschberg-St.Pölten vs. medalp Handball Tirol

Ergebnis: 29:25 (14:12)

Tore HT: Hochleitner (11), Sprenger (5), Andriuska (3), Badzoka (2), Dobric (1), Gasparini (1), Humer (1), Igbinoba (1)

Beste Torschützen St. Pölten: Schildhammer (8), Vuksa (6)

Schiedsrichter: Begovic/Bubalo

 

U20: Unglückliche Auswärtspartie

In St. Pölten musste sich die U20 von medalp Handball Tirol denkbar knapp mit 27:26 geschlagen geben. Dabei verlangten die ersatzgeschwächten Gäste dem Tabellenzweiten alles ab. In einer durchwegs engen Partie führten die Innsbrucker zur Halbzeit mit 12:13. Nach der Pause drehten die Niederösterreicher das Match, lagen zwischendurch mit drei Treffern voran. Doch die Tiroler zeigten Moral und stellten kurz vor dem Ende auf 25:26. In den letzten eineinhalb Minuten kam St. Pölten allerdings noch zum Sieg.