Österreichs „Wunderteam“ fordert Tischtennis-Weltklasse in Linz

Austrian Open presented by Liebherr von 9.-13. November in der TipsArena

Titelverteidiger Jun Mizutani, Dimitrij Ovtcharov, Vladimir Samsonov und Co. garantieren Tischtennis-Spitzensport bei den Austrian Open presented by Liebherr von 9.- 13. November in der Linzer TipsArena. Zu den Superstars zählt aber auch spätestens seit EM-Gold in Jekaterinenburg/Rus 2015 Österreichs „Wunderteam“ Stefan Fegerl, Robert Gardos und Daniel Habesohn – und natürlich auch Europameisterin und Olympia-Neunte Liu Jia. Es steht viel am Spiel, denn die Austrian Open zählen zu den wichtigsten Turnieren der Welt!

Österreichs Team kann durchaus als Wunderteam bezeichnet werden. „EM-Gold war Österreichs bisher größter Team-Erfolg der Geschichte“, strahlt ÖTTV-Präsident Hans Friedinger, der sich aber auch seitens der Organisation freut: „Nach dem erfolgreichen World Team Cup 2009, den Austrian Open 2010, 2013 und 2015 in Wels und dem Women´s World Cup 2014 in Linz wartet Oberösterreich mit dem nächsten Leckerbissen für Tischtennis-Fans auf!“
 
Stefan Fegerl mit Bundesliga-Power Richtung EM und Austrian Open
„Nach Olympia hatte ich einen Durchhänger – aber in der deutschen Bundesliga holte ich mir neuen Schwung. Dann überraschte ich mich selbst mit Platz neun beim Weltcup in Saarbrücken. Jetzt bin ich bereit für die letzten Highlights des Jahres – die Europameisterschaft in Budapest und die Austrian Open in Linz“, sagt Stefan Fegerl vor dem heißen Jahres-Showdown. Im Herrendoppel wird der Neo-Düsseldorfer von 18.-23.10. mit seinem portugiesischen Partner Joao Monteiro in Budapest versuchen, den Sensationstitel von 2015 zu wiederholen. Die Silbermedaillengewinner Gardos/Habesohn gehen neuerlich gemeinsam an den Start. Das rot-weiß-rote Vorzeigedoppel kann auf eine stolze EM-Bilanz verweisen: bei den letzten drei Individualtitelkämpfen konnte sie jeweils das Finale erreichen, nach Gold 2012 in Herning (DEN) gab es 2013 in Schwechat und 2015 in Jekaterinenburg Silber zu bejubeln. Jede Nation darf in den Doppelbewerben maximal vier Akteure stellen, den vierten ÖTTV-Platz nimmt Chen Weixing ein. Er bildet ein Gespann mit dem Griechen Konstantinos Papageorgiou.
Nach längerer Pause wird das Mixed-Doppel wieder in das Turnier integriert. Von 2009 bis 2013 wurde seitens der ETTU eine eigene Mixed-EM ausgetragen, die bei den Aktiven aber auf wenig Gegenliebe stieß. 2014 und 2015 fiel das Turnier komplett ins Wasser, ab heuer wird das gemischte Doppel – wie vor 2009 – wieder im Rahmen der regulären EM gespielt. In den Jahren 2002 bis 2005 konnten die Österreicher im Mixed insgesamt sechs Medaillen einfahren. Heuer wird man mit den Paarungen Gardos/Liu Jia und Chen Weixing/Polcanova ins Rennen gehen.


EM-Einzel ohne Chen Weixing
Im Einzel verzichtet man erstmals auf Routinier Chen Weixing, neben den arrivierten Stefan Fegerl, Robert Gardos und Daniel Habesohn wird den Youngsters eine Chance gegeben. Der 20-jährige David Serdaroglu sowie der 18-jährige Andreas Levenko gehen im Einzel an den Start.
Bei den Damen darf der ÖTTV nur vier Teilnehmerinnen für das Einzel nominieren. Liu Jia, Sofia Polcanova, Li Qiangbing und Amelie Solja werden diese Plätze einnehmen, Karoline Mischek geht im Damendoppel an der Seite von Amelie Solja ins Rennen. Eine weitere Paarung bilden Polcanova/Li Qiangbing, Liu Jia konzentriert sich nur auf das Einzel und Mixed.


EM-Geschichte mit 35 ÖTTV-Medaillen
Insgesamt durften die Österreicher bislang den Gewinn von 35 EM-Medaillen feiern, sieben Mal Gold, neun Mal Silber und neunzehn Mal Bronze. Die letzte Einzelmedaille datiert aus dem Jahr 2012, als Liu Jia in Dänemark (Herning) den dritten Platz belegte. Die Linzerin konnte darüber hinaus 2005 ebenfalls in Dänemark (Aarhus) Gold im Einzel holen, 2008 und 2010 fügte sie Silber ihrer Sammlung hinzu. Erfolgreichster ÖTTV-Athlet bei Europameisterschaften ist mit Abstand Werner Schlager mit nicht weniger als 17 Medaillen. Ebenso wie Liu Jia holte er vier im Einzel, dazu noch sechs im Herrendoppel, drei im Mixed und vier mit der Mannschaft. Zwei davon glänzten in Gold, drei in Silber, der Rest in Bronze.


Liu Jia als Medaillenanwärterin
„Liu Jia ist die Topfavoritin auf EM-Gold“, orakelte Deutschlands Nummer 1, Han Yin, vor der EM. Tatsache ist, dass „Susi“ bei Olympia aufzeigen konnte, dann beim Weltcup in Philadelphia (USA) Platz fünf erreichte und mit viel Power Richtung EM geht. Erst danach will sich die 34-Järhige entscheiden, ob sie auch bei den Austrian Open in Linz dabei sein wird. 2004 schaffte Liu Jia ihr bislang bestes Austrian-Open-Ergebnis, holte Bronze. Die Konkurrenz für Österreichs Fahnenträgerin bei Olympia und Co. wird aber enorm stark sein. "Wir erwarten die Topspieler aller fünf Kontinente", warnt ÖTTV- General Rudi Sporrer Österreichs Elite. Der europäische Superstar wird Dima Ovtcharov sein, dazu kommen die Weltklassespieler aus Asien! Insgesamt kämpfen 340 Weltklassespieler aus 50 Nationen in Linz ums Preisgeld und fordern zur Revanche für Olympia 2016 in Rio de Janeiro.
 
Riesenwerbung für Österreich und die Stadt Linz!
Wie schon der World Team Cup in Linz, wurden auch die Austrian Open immer am chinesischen Top-Sender CCTV übertragen - die TV Gesamt-Quote übertraf stets die Marke von 100 Millionen. Ähnliche Zahlen werden auch im Jahr 2016 beim TT- Grand Prix in Linz erwartet. Die weltweite TV- Übertragung ist damit gesichert. Für europaweite TV-Ausstrahlungen sorgt ORF Sport plus und national wird der ORF als Partner die Austrian Open in die Welt hinaustragen. Diverse Hauptsportsender in Asien und Europa, dazu La Ola TV werden diese Bilder übernehmen.