Starke Weltcupwochenenden für Vanessa Herzog mit einer Schrecksekunde zum Abschluss

Einen sehr gelungenen Weltcupauftakt in die Olympiasaison verzeichnet die 22-jährige Vanessa Herzog im niederländischen Heerenveen, vom 10. bis 12. November.

 

Bei den beiden 500 Meter Rennen schrammte sie mit einem bez. drei Hundertstel als jeweils Vierte am Podest vorbei. Im Massenstart über 16 Runden, wurde die für den SC Lattella Wörgl startende Eisschnellläuferin Sechste und erzielte im letzten Rennen des Wochenendes über 1.000 Meter ihre persönliche Bestzeit in Thialf und landete am siebten Platz.

Vanessa Herzog Bittner Eisschnelllauf Austrian Ice Racer Österreichischer Eisschnelllaufverband Steiermark SC Lattella Wörgl Tom Herzog tomsportconsulting Inzell Heerenveen Stavanger Olympia Qualifikation Weltcup Europameisterschaft Ferlach
Alle Fotos: ÖESV

Thomas Herzog (Trainer und Manager): “Vanessa hatte zwei starke Rennen über 500m, wo wir schon knapper dran sind als erwartet. Wir haben das Training eigentlich nicht auf den 500er ausgelegt, nehmen das aber gerne so an. Über die Teilnahme am Massenstart haben wir ziemlich diskutiert, da die zweimal 16 Runden natürlich den 1.000er beeinflussen, aber ich wollte unbedingt hier schon die Olympiaquali, damit sie den Rest der Saison keinen mehr fahren muss und bei Olympia ist als Underdog auf dieser Strecke schon etwas möglich. Am heutigen 1.000er hat man schon in der ersten Runde gesehen, dass sie den Zehn-Schritte Rhythmus nicht fahren kann und sofort auf den längeren Acht-Schritte Rhythmus wechselt. Dafür ist die Zeit gut, vor allem wenn man bedenkt, dass wir im Jänner dieses Jahres bei der EM noch über 1.18, also 3 Sekunden langsamer gefahren sind. Unsere Trainingsumstellung nach der EM hat funktioniert und wir sind auf zumindest drei Strecken in der Weltspitze dabei.”

Vanessa Herzog: “Ein super Wochenende. Wir wussten auch nach Inzell noch nicht genau wo wir stehen und dann fahre ich im 500er zweimal so knapp am Podest vorbei. Taugt mir richtig, obwohl ich die Hundertstel gerne auf meiner Seite hätte. Der Massenstart war sicher mein letzter bis zu den Spielen, denn die beiden Rennen haben mir ordentlich Substanz für meine Lieblingsstrecke gekostet. Am 1.000er habe ich sofort gemerkt, dass das heute zach wird, so gesehen freu ich mich über meine schnellste jemals in Thialf gefahrene 1.000m Zeit in 1:15:48.”

Schrecksekunde in Stavanger

Ein gelungenes Weltcupwochenende in Stavanger begann mit dem ersten Podestplatz in der Olympiasaison und endete mit einer Schrecksekunde für die 22-jährige Vanessa Herzog.

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Im ersten Rennen am Freitag, 17. November, holte sich Vanessa über 500m mit einem Kraftakt auf der Zielgerade den angestrebten Podestplatz im direkten Duell gegen die Russin Golikova. Im anschließenden 1.000m Rennen wurde die Ferlacherin Achte und blieb dabei weniger als 2/10 über ihrer persönlichen Europabestzeit auf dieser Strecke.
Nachdem es im zweiten 500m Lauf an diesem Tag knapp nicht für das Podest und letztendlich für den guten sechsten Rang reichte, hatte die nun Dritte im Weltcup über 500m eine Schrecksekunde zu verkraften als sie beim Aufwärmen für den 1.500m Lauf einer Kollision mit der deutschen Michelle Uhrig nur knapp ausweichen konnte und dabei mit vollem Speed in die Bande krachte. Letztendlich nahm nur der Rennanzug Schaden und Vanessa Herzog holte als Fünfte in der B-Gruppe ihre heuer ersten Weltcuppunkte auf dieser Strecke.
 
Vanessa Herzog: “Das war richtig knapp. Ich bin gerade voll beim Beschleunigen als Michelle einen Schritt nach außen macht, ich im letzten Moment ausweichen kann und voll in die Bande donnere. Der Anzug ist hin aber ich bin ohne grobe Schäden davon gekommen. Nur die Schulter schmerzt ein wenig. Das Wochenende war wirklich gut, vor allem endlich bin ich am Podest. Ich bin konstant schnell und kann trotz nicht fehlerfreier Läufe ganz vorne mitfahren. Über 1.000m und 1.500m muss ich technisch noch sauberer laufen, denn da ist schon noch einiges mehr drin.”