Max Hermann wechselt im Sommer zu Gummersbach

Heute, 24. November 2016, wurde von Seiten des Bergischen HC bekannt gegeben, dass Max Hermann seinen bis 30. Juni laufenden Vertrag nicht verlängern wird. Kurz darauf lüftete sich auch bereits das Geheimnis um seine Zukunft – Hermann spielt ab kommender Saison für den VfL Gummersbach. „Es ist für mich der richtige Schritt zur richtigen Zeit“, sagt der Kapitän des Österreichischen Handball Nationalteams.

Max Hermann c_OEHB-Pucher
Max Hermann c_OEHB-Pucher

Nach vier Jahren beim Bergischen HC wartet ab der Saison 2017/2018 nun eine neue Aufgabe auf Maximilian Hermann. Der Kapitän des Österreichischen Handball Nationalteams wechselt im Sommer zu Ligakonkurrent VfL Gummersbach. Jenem Verein mit dem sein jetziger Sportdirektor, Viktor Szilágyi, 2009 den EHF-Pokal und 2010 den Europapokal der Pokalsieger holte.
 
„Ich habe das eigentlich eben erst realisiert“, erzählt Max Hermann über seinen bevorstehenden Wechsel. Mit dem VfL Gummersbach erwartet ihn ein Verein mit großer Tradition. „Nach bald vier Jahren beim BHC ist es für mich der nächste Schritt und er kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe gemerkt, dass es für mich an der Zeit ist. Aber der Abschied im Sommer folgt mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagt der ÖHB-Kapitän weiter.
 
Auch von seinem aktuellen Verein hatte er ein Angebot zur Vertragsverlängerung vorliegen. Dass er in Verhandlungen mit Gummersbach steht, kommunizierte er ganz offen mit seinem Sportdirektor Viktor Szyilágyi: „Er war von Anfang an darüber in Kenntnis gesetzt.“
 
Generell tauschten sich der ehemalige und der aktuelle ÖHB-Kapitän in dieser Phase viel aus, wie Szilágyi bekräftigt: „Wir haben von Beginn an sehr offene Gespräche geführt. Wir hätten ihn gerne hier behalten, daher haben wir ihm auch ein Angebot unterbreitet. So ist leider das Profigeschäft. Es ist ein Verlust für den Verein, aber ich wünsche ihm natürlich alles, alles Gute.“
 
Aktuell liegt Hermann mit dem Bergischen HC auf dem 17. Tabellenplatz. Die gesamte Konzentration liegt daher natürlich bei den bevorstehenden Aufgaben, Max Hermann: „Jetzt zählt einzig, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“
 
Das bestimmende Thema auch bei Viktor Szilágyi: „Wir haben noch eine harte Zeit vor uns. Ich hoffe, dass wir noch viele positive Momente miteinander haben.“

Max Hermann c_OEHB-Pucher
Max Hermann c_OEHB-Pucher

Vorfreude bei Gummersbach
Mit Max Hermann verliert der BHC auch Moritz Preuss an Gummersbach. Frank Flatten, Geschäftsführer VfL Gummersbach, konnte damit gleich zwei Wunschkandidaten ins Oberbergische lotsen.
 
„Maximilian Hermann wird unsere Rückraum-Rechts Seite weiter verstärken und ist zudem seit kurzem Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft. Mit Moritz Preuss steht der VfL Gummersbach schon seit mehreren Jahren im ständigen Dialog. Nun konnten wir den jungen deutschen Kreisläufer für unser Konzept gewinnen. Gerade im Angriffsspiel erwarten wir bei Beiden eine Steigerung im Zusammenspiel mit Simon ernst und Julius Kühn“, wird Flatten in einer Pressemitteilung des VfL Gummersbach zitiert.
 
Die Stationen des Max Hermann
Begonnen hat die Karriere des Oberösterreichers beim HC LINZ AG von wo aus es 2011 zu HIT medalp Tirol ging. 2013 folgte der Wechsel nach Deutschland zum Bergischen HC. Ab der Saison 2017/2018 wird Hermann nun für den VfL Gummersbach auflaufen. Sein Debüt im Nationalteam gab der 24-Jährige am 12. April 2011 im freundschaftlichen Länderspiel gegen die Slowakei, wo er beim 28:26-Heimsieg Österreichs zwei Tore beisteuerte. Seit dem EM-Quali-Spiel gegen Finnland Anfang November diesen Jahres, führt er das Nationalteam als Kapitän an und folgte damit Viktor Szilágyi.
 
Tradition in Blau-Weiß
Der VfL Gummersbach ist eines der Gründungsmitglieder der Deutschen Handball-Bundesliga und spielt seither als einziger deutscher Klub immer in der höchsten Spielklasse. Zwölf Mal sicherten sich die Blau-Weißen die deutsche Meisterschaft, krönten sich zudem fünf Mal zum deutschen Pokalsieger. Ebenso oft sicherte man sich den Europapokal der Landesmeister, wurde vier Mal Europapokalsieger der Pokalsieger und gewann zwei Mal den EHF-Cup.