Selbstbewusst in die WM-Quali

Die Sehnsucht nach einem Großereignis ist groß bei Katrin Engel und dem Rest des österreichischen Handball Damen Nationalteams. 2009 war man zuletzt bei der WM in China vertreten, 2017 will man in Deutschland bei der WM wieder dabei sein. Der Weg dorhin führt über die Färöer Inseln. Dort wird von 2. – 4. Dezember die Qualifikation der Gruppe 3 ausgespielt. Österreich trifft dabei auf Island, Mazedonien und die Färöer Inseln. Gruppensieger und Zweiter qualifiziert sich für das WM-Playoff im Juni 2017. Zur Vorbereitung auf die Qualifikation steht von Donnerstag bis Samstag ein 4-Nationen-Turnier in Cheb mit drei EM-Teilnehmern an.

Josefine Huber @ OEHB-Pichler
Josefine Huber @ OEHB-Pichler

Endlich kann Herbert Müller wieder auf sämtliche Leistungsträgerinnen zurückgreifen und nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich die erst kürzlich ins Nationalteam zurückgekehrte Tamara Bösch (Knie), Altina Berisha (Schulter) und Klara Stanic (Schulter) fallen für die WM-Quali aus. Äußerst kurzfristig ereilte ihn noch die Nachricht, dass Ines Ivancok über Schmerzen im Mittelfuss klagt. Aufgrund der besseren Behandlungsmöglichkeiten bei Teamarzt Dr. Moayad bleibt sie in der Heimat, lässt das 4-Nationen-Turnier in Tschechien aus und ist hoffentlich für die WM-Quali fit.

Dreikampf um Playoff-Plätze
Für Platz 1 und 2 in der WM-Quali wird sich ein Dreikampf zwischen Österreich, Island und Mazedonien zuspitzen. Österreich trifft gleich zum Auftakt am 2. Dezember auf Favorit Island. Teamchef Herbert Müller hat dafür das richtige Rezept bereits parat: „Es ist wichtig, dass wir dieses Endspiel gleich annehmen. Ihren Rückraum müssen wir in den Griff kriegen.“

An Tag 2 wartet mit Mazedonien der nächste direkte Gegner im Kampf um ein Playoff-Ticket. Unabhängig davon, ob Mazedonien in voller Stärke antreten kann, warnt Müller vor dem unangenehmen Gegner: „Mazedonien ist nicht zu unterschätzen. Sie haben in der EM-Quali gute Ergebnisse erzielt, konnten zuhause gegen Slowenien bis zum Schluss mithalten.“

Einen Pflichtsieg fordert er dafür gegen die Färöer Inseln zum Abschluss am 4. Dezember ein.

Sonja Frey @ OEHB-Pichler
Sonja Frey @ OEHB-Pichler

Erreicht Österreich Platz 1 oder 2, wartet im Juni das WM-Playoff. Als Gegner kommt eine Nation die sich für die EM 2016 qualifizieren konnte infrage. Nicht ins Playoff müssen Titelverteidiger Norwegen, Deutschland als Ausrichter der WM 2017 sowie die drei bestplatzierten Teams der EM 2016.

Vorbereitung in Tschechien
Zur Vorbereitung auf die WM-Quali bestreiten Österreichs Damen von Donnerstag bis Samstag ein 4-Nationen-Turnier in Tschechien und treffen dabei neben den Gastgeberinnen auch auf Norwegen und Serbien. Alle drei Nationen stehen kurz darauf bei der EM in Schweden, von 4. – 18. Dezember, auf dem Parkett und sind mögliche Gegner beim erreichen des Playoff.

Für Herbert Müller, der sein Team erstmals Mittwochabend beisammen haben wird, die ideale Vorbereitung: „Diese drei Spiele sind ganz, ganz wichtig für uns. Wir hatten letztes Mal schon einen sehr guten Lehrgang mit zwei guten Testspielen gegen Kroatien. Schade ist, dass Ines Ivancok diese Spiele versäumen wird. Dafür müssen wir schauen, dass wir Beate Scheffknecht, Katrin Engel und Martina Goricanec so schnell wie möglich zurück ins System bringen nachdem sie letztes Mal nicht dabei waren.“

Spielplan 4-Nationen-Turnier in Cheb (CZE)

  • CZE vs. AUT
    • Do., 24. November 2016, 20:00 Uhr
  • AUT vs. NOR
    • Fr., 25. November 2016, 18:30 Uhr
  • AUT vs. SRB
    • Sa., 26. November 2016, 13:00 Uhr
Herbert Müller @ OEHB-Pichler
Herbert Müller @ OEHB-Pichler