Top und Flop gegen Norwegen

Am zweiten Tag des 4-Nationen Turniers in Cheb (CZE) musste sich das Österreichische Handball Damen Nationalteam der norwegischen B-Auswahl mit 21:24 geschlagen geben. Dabei lagen die Österreicherinnen nach den ersten 30 Minuten bereits mit 7:15 in Rückstand, kehrten aber wie ausgewechselt aus der Kabine zurück aufs Spielfeld. Innerhalb von 23 Minuten ließ man nur drei Treffer zu und eroberte sogar die Führung. In den letzten fünf Minuten der Partie schlichen sich erneut technische Fehler und Fehlwürfe ein, wodurch Norwegen am Ende den Sieg für sich verbuchen konnte.

Kristina Logvin c_OEHB-Pichler
Kristina Logvin c_OEHB-Pichler

Nahezu nichts lief in den ersten 30 Minuten zusammen. In der Abwehr stimmte die Abstimmung nicht, im Angriff verfehlte man entweder das Tor oder ein technischer Fehler führte zum Ballverlust. „Es war unfassbar mit welcher Einstellung wir in die erste Halbzeit gegangen sind. Wir hatten besprochen, dass wir gegen die nrowegische Torhüterin flach werfen müssen, haben aber zu oft hoch geworfen“, ärgerte sich Teamchef Herbert Müller.

Engel und Co. zeigen wahres Gesicht
Mit 7:15 ging es in die Halbzeitpause und diese wusste Müller zu nutzen. Wie ausgewechselt trat das Team zurück aufs Spielfeld. Bis zur 53. Spielminute drehte man das Ergebnis, ging erstmals in der Partie mit 19:18 in Führung. In dieser Phase ließ man gerade einmal drei Treffer der Norwegerinnen zu. Kurz darauf gelang es den Österreicherinnen mit 20:19 noch einmal in Führung zu gehen, ehe sich das Zielvisier erneut verschob.
Norwegen gehörten die letzten Spielminuten. Mit der Schlusssirene gelang Österreich mit dem Treffer zum 21:24 nur noch Ergebniskosmetik.

Herbert Müller, Teamchef Österreich: „In der 1. Halbzeit war die Körpersprache schlecht. Wir wissen, dass wir bis zum Umfallen kämpfen müssen. In der Kabine haben wir uns neu eingestellt. Es war unglaublich zu sehen, wie das Team zurückgekommen ist. In den entscheidenden Phasen hat es dann gefehlt, dass jemand die Verantwortung übernimmt und die Entscheidung herbeiführt.“
Kurzfristig ausgefallen ist Mirela Dedic, die aufgrund einer Magen-Darm-Grippe das Bett hüten muss.


Zum Abschluss des Turniers trifft Österreich am Samstag um 13:00 Uhr auf Serbiens das seine bisherigen zwei Spiele für sich entscheiden konnte.

Sonja Frey c_OEHB-Pichler
Sonja Frey c_OEHB-Pichler

Vorbereitung auf WM-Quali
Das 4-Nationen Turnier in Cheb (CZE) dient dem Nationalteam zur Vorbereitung auf die WM-Quali von 2. – 4. Dezember auf den Färöer Inseln. Dabei trifft Österreich in Gruppe 3 auf Island, Mazedonien und die Färöer Inseln. Gruppensieger und Zweiter qualifiziert sich für das WM-Playoff im Juni 2017.

4-Nationen-Turnier in Cheb (CZE)


CZE vs. AUT 26:25 (16:13)
Do., 24. November 2016, 20:00 Uhr
Werferinnen Österreich: Sonja Frey (7), Stefanie Kaiser (4), Beate Scheffknecht (4), Martina Goricanec (3), Katrin Engel (3), Mirela Dedic (1), Romana Gerisch (1), Patricia Kovacs (1), Kristina Logvin (1)

SRB vs. NOR 35:25 (16:11)
Do, 24. November 2016

AUT vs. NOR 21:24 (7:15)
Fr., 25. November 2016, 18:30 Uhr
Werferinnen Österreich: Sonja Frey (7), Katrin Engel (4), Martina Goricanec (3), Laura Bauer (2), Romana Gerisch (1), Josefine Huber (1), Stefanie Kaiser (1), Kristina Logvin (1), Fabienne Tomasini (1)

CZE vs. SRB 28:30 (15:14)
Fr., 25. November 2016

AUT vs. SRB
Sa., 26. November 2016, 13:00 Uhr