Jugger – eine „wilde“ Trendsportart wie aus dem Film

Der Film „Die Jugger – Kampf der Besten“ war die Vorlage für diese gemischte Teamsportart, welche die Elemente von Mannschaftssport (Rugby oder Handball ) mit Elementen von verschiedenen Individualsportarten (Fechten oder Ringen) verbindet. Das erste internationale Turnier fand 2007 in Hamburg statt. Mittlerweile hat auch Österreich zwei Teams, eines ist im Entstehen und für ein Tiroler Team gibt es bereits Ideen dazu.

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Foto: Jugger Vienna

Bei Jugger spielen zwei Mannschaften zu fünf Spielern gegeneinander. Ziel ist es, einen Ball (Jugg) möglichst oft im gegnerischen Tor (Mal) zu platzieren. Lediglich einer der fünf Feldspieler, der Läufer – auch Qwik genannt - darf den Jugg aufnehmen und im Mal platzieren. Die anderen vier Feldspieler (Pompfer) sind mit gepolsterten Sportgeräten (Pompfen) ausgestattet, mit denen sie gegnerische Spieler abschlagen können. Getroffene Spieler dürfen für ca. zehn Sekunden nicht am Spiel teilnehmen. Die Pompfer dürfen den Jugg mit den Pompfen spielen, ihn aber nicht mit dem Pompfen tragen, nicht treten und nicht mit den Händen berühren. So können die vier Pompfer den eigenen Läufer beim Punkten unterstützen. Wird ein Punkt erzielt, endet der Spielzug und die Mannschaften stellen sich neu auf. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt. Bei Gleichstand wird ein Golden Jugg gespielt. Die Mannschaft die diesen Spielzug gewinnt, gewinnt das Spiel.

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Foto: Jugger Vienna

Es gibt fünf Pompfarten, für die die Abmessungen genau vorgegeben sind. Gefährlich ist diese komplexe Sportart nicht, da die Sportgeräte gut gepolstert sind. Ein Juggerduell besteht aus zwei Halbzeiten zu à 2:30 Minuten reine Spielzeit. In der Regel dauert eine Juggerhalbzeit fünf Minuten und es dürfen sowohl Männer als auch Frauen in einem Team spielen. In Österreich wird bereits versucht, neue Vereine zu organisieren. Gesteuert wird dies vom Verein Jugger Vienna, der auch Materialien zur Verfügung stellt. Diese organisieren auch internationale Turniere, in denen Mannschaften aus Schweden, Deutschland, Tschechien und Lettland vertreten sind. Sie bieten jedem Interessierten an, sie bei Werbung und Trainings zu unterstützen. Das dritte Jugger-Austria Open findet vom 10. bis 11. August in Wien statt. Im vergangenem Jahr nahmen daran zwölf Teams, auch acht Nationen und drei Kontinenten daran teil.

Jugger in Tirol

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Foto: Jugger-Vienna

Derzeit existiert noch kein Verein. Dominik Doppling von Jugger Vienna weiß zu berichten: „ Es gibt einen ehemaligen Jugger-Spieler und Trainer aus Deutschland, der derzeit in Tirol lebt und einen Verein organisieren will, bzw. dort als Trainier fungieren will. Er hat uns gebeten, dass wir bei Interesse die Kontakte zu ihm herstellen. Derzeit gibt es sehr viele Jugger-Vereine in Deutschland und der Schweiz. Wir möchten eine zentraleuropäische Jugger-Liga aufbauen. Also, jeder der Interesse hat, vor allem in Tirol, kann mit uns über https://www.facebook.com/juggervienna/ in Kontakt treten.“