Sofia Polcanova nach größtem Erfolg selbstkritisch

Kroatien Open: Linzerin scheiterte erst im Finale von Zagreb

„Ich bin überglücklich, ärgere mich aber über die Finalniederlage“, meinte Sofia Polcanova nach dem größten Einzelerfolg ihrer Karriere bei den Kroatien Open in Zagreb. Die Linzerin hatte durch einen 4:1 Sieg über Suthasini Sawettabut (THA/8) ihr erstes ITTF-World Tour-Finale erreicht. Dort wurde die Nummer sechs des Turniers von Honoka Hashimoto (JAP/2) im Blitztempo mit 0:4 abgefertigt. Polcanova geht also mit einer Silbermedaille für Linz AG Froschberg ins Superliga-Finale am Montag (Lissfeld, 18 Uhr) gegen Szekszard (Ung) und die Vorbereitung auf die WM Ende Mai in Düsseldorf.

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Sofia Polcanova Kroatien open by ITTF

Es war ein sensationeller Auftritt von Sofia Polcanova bei den Kroatien Open. Bei ihrem zweiten Halbfinale nach den German Open 2014 agierte die 22-jährige erstaunlich abgebrüht und routiniert. Gegen Sawettabut (THA/8) legte die Staatsmeisterin mit einem 2:0-Blitzstart den Grundstein zum Erfolg, musste sie diesmal zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Den Verlust des ersten Satzes konnte sie mit einem raschen 11:4 aber umgehend egalisieren, mit 11:7 ging sie erstmals in Führung. Vorentscheidend war mit Sicherheit der hartumkämpfte vierte Satz, in dem die Österreicherin beim Stand von 9:9 beide Punkte beim Aufschlag der Thailänderin zu einem neuerlichen Satzgewinn holen konnte. Mit der 3:1-Führung im Rücken gab es in Durchgang fünf kein Halten mehr, die Österreicherin zog von Beginn an davon und verwertet gleich ihren ersten Matchball.
"Ich bin total happy!!! Heute war ich gar nicht so nervös, gestern vor dem Viertelfinale war es viel schlimmer", sprudelte es aus der Linzerin unmittelbar nach dem Finaleinzug heraus. "Im Viertelfinale war der Druck größer, da meine Gegnerin in der Weltrangliste deutlich hinter mit platziert war. Da war ich klarer Favorit, da musste ich einfach gewinnen. Aber die Thailänderin liegt nur ganz knapp hinter mir, da war die Ausgangslage ziemlich offen. Daher konnte ich befreit spielen und zum Glück eine gute Leistung abrufen"
Im Finale gab es ein klares 0:4 gegen die Japanerin Honoka Hashimoto. „Ich habe gegen die verteidigerin kein Mittel gefunden. Ich habe zu unkontrolliert angegriffen. Das war taktisch schlecht. Ich habe gesehen, dass ich international noch viel lernen muss“, meinte sie nach dem größten persönlichen Erfolg selbstkritisch.