Fivers setzen sich in Verlängerung gegen Sparkasse Schwaz Handball Tirol durch

Die weiße Weste, die man seit fast genau zwei Jahren vor Heimpublikum hält, war im ersten Halbfinal-Duell zwischen dem HC FIVERS WAT Margareten und der Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL Mittwochabend, für die Wiener sekundär. Es zählte einzig sich den ersten Matchball in der Best-of-three-Halbfinalserie zu erspielen. Doch dies hatten auch die Tiroler im Sinn und schlugen nach dem 12:15-Pausenrückstand in den zweiten 30 Minuten zurück. Wenige Sekunden vor Schluss führte der Sieger des Unteren Playoff mit 27:26, Ivan Martinovic rettete den Titelverteidiger aber noch in die Verlängerung, in der sich die FIVERS am Ende mit 35:32 durchsetzen konnten. Donnerstagabend steigt das erste Spiel der zweiten Halbfinalserie ALPLA HC Hard vs. SG INSIGNIS Handball WESTWIEN, 19:30 Uhr live auf LAOLA1.tv.

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HC Fivers Wat Margareten Fivers Foto: Fivers Jonas Sen

Rosen hat man sich vor dem Spiel noch gegenseitig gestreut und all das Lob, das man dem Gegner aussprach, sollte sich dann auch auf dem Spielfeld zeigen. Die FIVERS konnten sich in der ersten Halbzeit behaupten, führten nach 30 Minuten mit 15:12. Doch die Gäste aus Schwaz kamen gestärkt aus der Kabine zurück aufs Feld, konnten sich in der Abwehr besser behaupten und schlussendlich den verdienten Ausgleich nach 38 Spielminuten erzielen.

 

 

FIVERS kontrollieren 1. Halbzeit

Nach einem ersten Abtasten, gelang es dem Gastgeber nach zehn Minuten langsam davonzuziehen und das Spiel zu kontrollieren. Durch Thomas Seidl und Vitas Ziura stellte man bis zur 13. Spielminute auf 6:3, hielt Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL in der Folge in Schach. Immer wieder gelang es den FIVERS den Vorsprung sogar auf vier Tore auszubauen, zur Halbzeit führte man komfortabel mit 15:12.

Schwaz HT schlägt zurück

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Sparkasse Schwaz Handball Tirol Anton Prakapenia Foto: Handball Tirol

Nach Seitenwechsel schmolz der Vorsprung allerdings rasch dahin. Zunächst kamen die Gäste durch Thomas Kandolf und Josef Steiger auf ein Tor heran, dann kassierte Seidl eine Zeitstrafe, die die Tiroler durch einen Doppelschlag von Alexander Wanitschek für die 19:18 Führung in der 39. Spielminute nutzten. Die verbliebene Spielzeit entwickelte sich nun in einen völlig offenen Schlagabtausch, in der auch die Führung ständig wechselte. Richtig turbulent wurde es beim Stand von 26:26.

Raúl Alonso zog ein Timeout, Markus Kolar wurde mit einer 2-Minuten-Strafe belegt und Josef Steiger brachte die Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL 23 Sekunden vor Schluss mit 27:26 in Führung. Doch Ivan Martinovic rettete die FIVERS mit seinem Treffer acht Sekunden vor Ende in die Verlängerung.

FIVERS machen rasch alles klar

Der Titelverteidiger legte einen wahren Blitzstart in die Verlängerung hin. Durch Treffer von Nikola Aljetic und Henry Stummer erspielte man sich sofort einen Zweitore-Vorsprung, den man auch nicht mehr aus der Hand gab. Zudem erwies sich Torhüter Kristian Pilipovic als sicherer Rückhalt, brachte den Gegner nicht nur in den ersten 60 Minuten, sondern speziell in der Verlängerung zur Verzweiflung. In der 67. Minute erhöhte David Brandfellner auf 32:29 und spätestens mit dem Treffer von Mathias Nikolic zum 34:30 115 Sekunden vor Ende der Verlängerung, war alles klar. Die FIVERS bleiben damit vor Heimpublikum seit dem 11. Mai 2015 ungeschlagen und gewinnen das erste Halbfinalspiel in der Best-of-three-Serie mit 35:32.

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Sparkasse Schwaz Handball Tirol Raul Alonso Foto: Handball Tirol

Vitas Ziura, HC FIVERS WAT Margareten: „Wir haben schon vor dem Spiel gewusst, dass es gegen Schwaz ganz schwer wird. Sie haben Bregenz im Viertelfinale eliminiert und sind verdient ins Halbfinale eingezogen. Bei unserer Videoanalyse im Vorfeld haben wir gesehen, dass sie schnellen Handball spielen und gute Torhüter haben. Heute wir haben in der regulären Spielzeit viel verworfen, haben einige technische Fehler begangen. In der Verlängerung hat Pilipovic gut gehalten, unsere Konter und Positionswürfe waren alle im Tor. In Schwaz am Samstag wird es schwer für uns, sie haben ein tolles Publikum, aber wir sind bereit.“

 

Alexaner Wanitschek, Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL: „In der Halbzeit haben wir uns gesagt, wir müssen mehr Tempo spielen, konzentrierter spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann auch ins Spiel gekämpft. In der Verlängerung haben wir die erste Phase komplett verschlafen. Jetzt gilt es für das Heimspiel fit werden, dann fahren wir wieder nochmals nach Wien.“

 

Thomas Kandolf, Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL: „Zurück ins Spiel zu kommen war nicht so schwierig, wir haben unsere Stärke in der zweiten Halbzeit. Wir waren einfach aggressiver in der zweiten Halbzeit. Das hat den FIVERS nicht so gut getan, das müssen wir für das Rückspiel beibehalten. In der Verlängerung saß bei uns vielleicht noch die Enttäuschung, dass wir kurz vor Ende noch den Ausgleich bekommen haben. Die Verlängerung war schwer für uns. In unserer eigenen Halle sind wir auch seit mittlerweile einem Jahr ungeschlagen und wir wollen nochmals in die Hollgasse. Die Serie der FIVERS wollen wir in zehn Tagen endgültig brechen.“

 

Peter Eckl, Trainer HC FIVERS WAT Margareten: „Ich habe vor der Partie gesagt, wir haben großen Respekt vor Schwaz, sie haben einen guten Kader. Ivan Martinovic hat in der zweiten Halbzeit nur ein Tor gemacht, das war aber das wichtigste. Er hatte es schwer auf seiner Position, deshalb wurde dann Vitas Ziura auf seine Position gestellt.“

 

Raúl Alonso, Trainer Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL: „Ich bin sehr stolz, dass wir eine Mannschaft geworden sind, die solche Spiele eng gestalten kann. Wir haben sicher ein paar Chancen liegen gelassen, speziell die 7-Meter Quote war bescheiden. Während uns die erste Pause noch gut getan hat, hat uns die Pause zur Verlängerung nicht gut getan. Die FIVERS haben am Ende verdient gewonnen. Wenn wir zuhause den Druck hoch halten, können wir gewinnen. Ich weiß, dass unsere Halle brennen wird am Samstag. Wir haben gesehen, dass wir ebenbürtig sind und unsere Chance haben. Wir müssen das Heimspiel gewinnen, diese Herausforderung nehmen wir gerne an.“