Franzose Lois Reboul und ungeschlagene Whip-Spezialistin Casey Brown aus Kanada auf dem Podest

Die weltbesten Mountainbike-Fahrerinnen sorgten am gestrigen Mittwoch, den 21. Juni, den ersten Tag der Crankworx World Tour in Innsbruck für ein packendes Finale in der Disziplin Whip-Off. Die unangefochtene Meisterin der Disziplin, die Kanadierin Casey Brown, konnte ihren Titel in der Tiroler Landeshauptstadt trotz der starken Konkurrenz verteidigen.

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Casey Brown @Fraser Britton_Crankworx

Während ihrer langjährigen Karriere ist Brown zu einer Art Botschafterin für Frauen im MTB-Sport geworden und hat viele der aufstrebenden jungen Fahrerinnen gefördert und unterstützt.
Viele von ihnen standen zusammen mit Brown am Start der Tiroler Tageszeitung Official Alpine Whip-Off Championships presented by SPANK am Mittwochabend. Im Bikepark Innsbruck hatten die Kursbauer von Elevate Trail Building and Empire of Dirt aus Neuseeland einen schönen und gleichzeitig fordernden Kurs aus dem Boden gestampft.
 
„Letzte Woche war ich beim Whip-Off gar nicht dabei. Da sagte Casey zu mir: ‚Ich habe dich damals in Whistler gesehen und du bist toll gesprungen‘“, so Weltcup-Athletin Vaea Verbeeck. Dank der Unterstützung ihrer Kolleginnen beschloss die Kanadierin, in Innsbruck erstmals bei einem Whip-Event an den Start zu gehen.
Caroline Buchanan nahm in Les Gets am Whip-Off teil und konnte in Innsbruck auf die Unterstützung des Publikums zählen. Ganz oben im Bikepark Innsbruck, vor der atemberaubenden Kulisse der Nordkette, wuchs mit jedem Sprung und jedem Social-Media-Video das Selbstvertrauen der Australierin.
 
„Ich wollte mich pushen. Was Punkte betrifft, da konzentriere mich vor allem auf die Disziplin Pumptrack. Aber wenn ich schon mal die Möglichkeit habe, vor einem tollen Publikum auf dem bisher größten Kicker meiner Karriere gegen die anderen Mädels und auch Casey Brown zu springen, da bin ich auf jeden Fall dabei,“ freute sich Buchanan.
Beim Whip-Off müssen die Fahrerinnen den besten Whip zeigen, einen legendären Trick, bei dem man das Bike in der Luft möglichst weit um die eigene Achse drehen muss. Der beste „Whipper“ unter den Männern war Louis Reboul.
Der Franzose wurde letztes Jahr in Les Gets Dritter und war seinem Landsmann Anthony Rocci, der letzte Woche in Les Gets gewinnen konnte, dicht auf den Fersen. Seinen Gefühlen lass er bei der Siegerehrung freien Lauf: „Voll geil, Wahnsinn.“
 
„Ich wusste gar nicht, ob ich gewinnen würde. So viele Fahrer waren super unterwegs. Mein guter Freund Anthony Rocci konnte sich in Les Gets durchsetzen und zeigte auch heute eine starke Leistung”, so Reboul – und gönnte sich prompt einen großen Schluck Champagner.
Bei strahlend blauem Himmel und Temperaturen um die 30 Grad startet Crankworx diesen Donnerstag in die Live-Übertragung der Woche mit dem Mons Royale Dual Speed and Style Innsbruck. Laut Prognose dürfte das Kaiserwetter in Tirol bis zum letzten Veranstaltungstag am Sonntag anhalten.

 

Text: Anna Ganglmayr - Crankworx Innsbruck Communications