Offener Schlagabtausch mit den Spitzen- teams beim Red Bull Youth America’s Cup

Am zweiten und entscheidenden Vorrunden-Tag beim Red Bull Youth America’s Cup zeigte das Candidate Sailing Team sein Potential. Trotz erneut schwierigen Leichtwindverhältnissen bewegte sich das österreichische Nachwuchsteam auf Augenhöhe mit den Top-Mannschaften, konnte sich in einer der Wettfahrten sogar den 3. Platz sichern. Am Ende war der Rückstand vom Vortag jedoch zu groß, punktegleich mit dem Team Next Generation USA schlossen die Österreicher auf Rang 6 in der Endwertung ab. Als Überraschung präsentierten sich die Lokalmatadore aus Bermuda, die nun gemeinsam mit den Teams aus Neuseeland, Großbritannien und Spanien in das Finale des Red Bull Youth America’s Cup 2017 einziehen, das für den 20. und 21. Juni angesetzt ist.

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Candidate Sailing Team Red Bull Youth Americas Cup 2017 Bermuda Foto: CST dapic.rocks

Knappe Aufholjagd

Bei anhaltend schwachen Wind präsentierte sich das Candidate Sailing Team am zweiten Tag der Vorrunde des Red Bull Youth America’s Cup wesentlich besser eingestellt als am Auftakttag. Änderungen im Set-Up zeigten eine signifikante Steigerung bei der Bootsgeschwindigkeit. Die äußerst drehenden und wechselhaften Bedingungen verlangten den Mannschaften taktisch alles ab. Das Feld wurde in jeder Wettfahrt mehrmals durcheinander gewürfelt. Die Österreicher zeigten sich bei den Starts gewohnt sicher, mit dem verbesserten Bootsspeed lieferten sich die Österreicher einen offenen Schlagabtausch mit den Spitzenteams aus Neuseeland und Spanien.

Sowohl in der ersten als auch der zweiten Wettfahrt des Tages setzte sich das Candidate Sailing Team immer wieder an die Spitze des Feldes. Im ersten Rennen des Tages blieb man mit Platz vier eigentlich unter Wert, im folgenden Lauf kreuzte das rot-weiß-rote Team schlussendlich als drittes Boot die Ziellinie.

„Dank Videostudium und gemeinsamer Analyse mit Roman Hagara konnten wir bei Leichtwind zu den schnellsten Teams im Feld aufschließen. In beiden Races wäre noch mehr drinnen gewesen, die Windbedingungen waren extrem unkonstant und schwer zu lesen. Die Leistungssteigerung gegenüber dem ersten Tag war mehr als sehenswert“, war Coach Pascal Weisang zufrieden.

 

Das abschließende sechste Rennen brachte noch leichteren Wind und ein extrem knappes Rennen über die gesamte Distanz. Schlussendlich mussten sich die Österreicher mit dem sechsten Rang zufrieden geben, die Aufholjagd im Gesamtklassement wurde damit punktegleich mit Team Next Generation USA auf Rang sechs beendet.

„Wir haben in zwei der heutigen Rennen unser Potential aufzeigen können und Achtungserfolge ins Ziel gebracht. Die fehlenden Trainingstage haben sich schlussendlich doch deutlich bemerkbar gemacht. Vor allem die fehlende Erfahrung bei Leichtwind auf den AC45. Das Finale wäre natürlich ein Traum gewesen, trotzdem haben wir in den letzten zwei Wochen hier auf Bermuda aber unglaublich viel gelernt. Wir konnten uns mit den Top-Nachwuchsteams auf Booten duellieren, die vielleicht 150 Menschen rennmäßig bis dato bewegt haben. Jetzt gilt es dieses Know How weiter zu nutzen“, so Steuermann Stefan Scharnagl unmittelbar nach Ende der Rennen.