ROU vs. AUT 34:29 – unverdient hohe Niederlage

Österreichs Handball Frauen Nationalteam unterlag im WM-Playoff-Hinspiel Rumänien mit 29:34 (16:17). Bis auf die letzten zehn Spielminuten gelang es Katrin Engel und ihren Teamkolleginnen das Spiel völlig offen zu halten. In der ersten Halbzeit brachte Patricia Kovacs die Österreicherinnen sogar kurzzeitig mit 15:14 in Front. Auch nach Seitenwechsel blieb man an den WM-Dritten von 2015 dran, Rumänien konnte sich erst ab Mitte der zweiten Halbzeit mit zwei Toren absetzen. Nach einem Team-Timeout der Rumäninnen beim Stand von 27:25 übernahmen die Gastgeberinnen das Zepter und gewannen schlussendlich mit 34:29. Durch die starke Leistung konnte man aber die Chance auf die Sensation im Rückspiel am 13. Juni in Stockerau wahren.

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Patricia Kovacs @ÖHB-Pucher

Das haben sich die Rumäninnen mit Sicherheit anders vorgestellt. Österreich ließ den klaren Favoriten im WM-Playoff vor eigenem Publikum nicht in Fahrt kommen. In der Deckung aggressiv, mit einer in Hochform agierenden Petra Blazek im Tor, blieb man an den WM-Dritten von 2015 dran, konnte das Spiel völlig offen gestalten.

Auch als Rumänien mit 12:9 voran lag, ließ man nicht locker, kämpfte sich erneut zurück ins Spiel. Durch Treffer von Patricia Kovacs, die mit zehn Toren beste Werferin war, Katrin Engel und Mirela Dedic gelang sogar postwendend der Ausgleich zum 12:12. Beim Stand von 14:14 nahm sich Patricia Kovacs erneut ein Herz, knallte den Ball ins rechte Kreuzeck und brachte Österreich damit sogar sensationell mit 15:14 in Führung.
Bis zur Halbzeitsirene gelang es Rumänien das Spiel nochmals zu drehen, doch die 17:16-Führung für die Gastgeberinnen war denkbar knapp.
Auch nach Seitenwechsel bot sich den Fans und Zusehern ein ähnliches Bild. Rumänien lag zwar voran, doch Österreich erzielte immer wieder den Ausgleich und blieb dran. Erst beim Stand von 21:21 schaffen es die Rumäninnen sich wieder ein wenig Luft zu verschaffen und stellten auf 23:21. Die Führung konnte in der Folge sogar auf drei Tore ausgebaut werden, doch endgültig unter Kontrolle brachte Rumänien das Spiel erst nach einem Team-Timout beim Stand von 27:25. 
In den letzten Spielminuten vergaben die österreichischen Teamspielerinnen zu viele Möglichkeiten im Angriff, das nutzten ihre Gegnerinnen eiskalt aus und gewannen am Ende 34:29.

Für Rückspiel alles offen

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Herbert Müller @ÖHB-Pucher

Auch wenn die Rumäninnen nun mit einem Plus von fünf Toren in das WM-Playoff-Rückspiel am 13. Juni in Stockerau gehen, so ist nach dieser Leistung doch alles offen. In Oradea standen 2.000 Zuseher hinter ihrer Mannschaft, mit einer ähnlichen Kulisse in Stockerau soll der Favorit ins Wanken gebracht werden.

Herbert Müller, Teamchef Österreich: „Ich bin Megastolz auf die Mannschaft, sie hat ein Riesenherz bewiesen. Das Ergebnis täuscht, wir hätten uns ein besseres Ergebnis verdient. Die Mannschaft hat über 50 Minuten tapfer gekämpft, ist immer wieder rangekommen. Wir haben vielleicht in ungünstigen Momenten einen 7-Meter verworfen. Wir wollten die Rumäninnen ärgern und das ist uns mehr als gelungen, hätten sie sogar umstoßen können. Unser Angriffsverhalten war sehr gut. Aus dem Rückraum haben wir sehr viel Druck gemacht, speziell durch Sonja Frey. Am Ende haben dann Neagu, Perianu und Ardean Elisei den Unterschied ausgemacht, sie waren körperlich am Ende noch sehr präsent. Rein vom Ergebnis her ist für das Rückspiel alles offen. Rumänien ist aber eine Weltklassemannschaft und auch in Österreich klarer Favorit. Wir müssen wieder alles geben, dürfen jetzt nicht durch den Himmel wachsen.“

Frauen: WM-Playoff 2017 Rumänien vs. Österreich 34:29 (17:16)

09. Juni 2017, 19:00 Uhr, Oradea

Werferinnen Österreich: Kovacs (10), Frey (9), Engel (3), Bösch (2), Bauer (1), Dedic (1), Goricanec (1), Huber (1), Logvin (1)

Werferinnen Rumänien: Ardean Elisei (7), Neagu (7), Perianu (6), Dragut (5), Pintea (4), Udristoiu (4), Dinca (1)

Österreich vs. Rumänien

13.06.2017, 19:30 Uhr live auf ORF Sport+, Stockerau

Tickets für das Spiel sind über Ö-Ticket und Partner bereits erhältlich.