Finale Kieler WocheSouveräner Sieg für Zajac/ Matz

Das neuformierte OeSV-Nacra 17 mixed Team, Thomas Zajac und Barbara Matz, holte bei der traditionellen Kieler Woche überlegen den Sieg. Im abschließenden heutigen Medal Race setzten Zajac/Matz ihre konstante Leistung der vergangenen Tage fort und krönten die zweite Regatta ihrer gemeinsamen Laufbahn mit einem echten Triumph. Mit klarem Abstand verwiesen sie ihre direkten Konkurrenten aus Deutschland und Russland auf die Plätze zwei und drei. David Bargehr und Lukas Mähr, 470er,  hatten sich als zweites OeSV-Team ebenfalls für das Medal Race in ihrer Klasse qualifiziert. Bei stark drehendem Wind konnten sie zwei Plätze gut machen und beschlossen die Kieler Woche auf Platz 5. Ein zufriedenstellendes Ergebnis für das Vorarlberger Duo, das damit seinen letzten Testlauf für die bevorstehende WM in Griechenland erfolgreich absolviert hat.

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Thomas Zajac & Barbara Matz (©David Pichler/www.dapic.rocks)

Kompromisslos zum Sieg

Thomas Zajac und Barbara Matz waren ohne große Erwartungen nach Kiel gereist. Immerhin war es erst die zweite gemeinsame Regatta des neuformierten OeSV-Duos, zudem hatte Matz die vergangenen Wochen ihren Fokus auf die schulischen Verpflichtungen rund um die Matura gelegt. Mit wenig gemeinsamer Trainingszeit im Gepäck lagen die Ziele für Kiel mehr auf der Prozess- denn auf der Ergebnissebene, die Abstimmung und die gemeinsame Weiterentwicklung als Team war der erklärte Vorsatz.
Doch Thomas Zajac und Barbara Matz dominierten das Nacra 17-Feld vom ersten Wettfahrtstag an und gaben die Führung an der Tabellenspitze zu keinem Moment ab. Die Freude, nun als Sieger die Heimreise antreten zu können, ist dementsprechend groß, die Erwartungen wurden damit klar übertroffen.
„Die Kieler Woche zu gewinnen, ist einfach lässig! Jeder kennt die Kieler Woche. Für uns war es gleichzeitig der Kick-Off-Event für unsere Olympiakampagne für Tokyo 2020. Und der ist perfekt gelungen“, so ein freudestrahlender Thomas Zajac.
Angesprochen auf das Erfolgsrezept meint der Bronze-Medaillengewinner von Rio:  „Wir hatten uns heute vorgenommen, dass Medal Race zu gewinnen. Wir wollten keine Kompromisse eingehen, unsere Entscheidungen konsequent treffen und versuchen, alles rauszuholen. Für den Gesamtsieg hätte auch ein zweiter oder dritter Platz gereicht, aber das war uns nicht genug. Wir haben all unsere Energie zusammengenommen, die nach den letzten zwei, sehr anstrengenden Tagen mit insgesamt vier Races mit jeweils drei Runden  noch da war. Nach einem gelungenen Start und ein paar gute Shifts konnten wir das Feld perfekt kontrollieren, dann sind wir weggezogen. Wir haben einfach weniger Fehler gemacht als die Anderen.“
Für Zajac/ Matz war die Kieler Woche auch gleichzeitig die Abschiedsregatta vom Olympiaboot. In den kommenden Tagen soll das neue, foilende Boot eintreffen. Mit dem will das Nacra 17-Duo sobald als möglich in Kiel trainieren, um sich auf die dort stattfindende Europameisterschaft (30.Juli – 4. August 2017) vorzubereiten.

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David Bargehr & Lukas Mähr (©David Pichler/www.dapic.rocks)

Erfolgreicher letzter Test vor WM

Von Platz 7 starteten David Bargehr und Lukas Mähr im 470er-Feld ins heutige abschließende Medal Race. Erneut sah man sich mit stark drehenden Windbedingungen konfrontiert, ein Bild, dass auch die vergangenen Wettfahrtstage in Kiel geprägt hatte. Das Voralberger Duo mobilisierte noch mal alle vorhandenen Kräfte und konnte sich unter den schwierigen Bedingungen auf Platz Fünf im Medal Race vorkämpfen. Auch im finalen Gesamtklassement belegte man damit Platz 5, womit sich das 470er-Duo sehr zufrieden zeigte: „Wir hatten heute ein sehr gutes Medal Race, vor allem in Anbetracht der Umstände. Wir sind auf der innersten Bahn gesegelt und die Bedingungen waren das Verrückteste, was wir je erlebt haben. Der Wind hat quasi im Sekundentakt gewechselt, damit wurden auch innerhalb vom Feld die Positionen mehrmals durch gewechselt. Wir sind glücklich, dass wir zwei Plätze gegenüber gestern gut machen konnten und sind mit Platz Fünf wirklich zufrieden. Wir haben viele neue Erfahrungen gesammelt und es war ein gute letzter Test vor der WM.“
Für David Bargeher und Lukas Mähr geht es nun für eine Woche zurück nach Österreich. Neben Regeneration und Therapie, Bargehr elaboriert noch an den Folgewirkungen seiner schweren Handverletzung, liegt der Fokus ganz auf den letzten Vorbereitungen für die bevorstehende Weltmeisterschaft. Die 470er-WM findet von 7. bis 15. Juli 2017 in Thessaloniki/ Griechenland statt.

Endstand Kieler Woche, 25.Juni 2017

470er (Endstand nach dem Medalrace)
1.       Matthew Belcher/ Will Ryan (AUS), 12 Punkte (2/2/1/1/1/1/(3)/2)
2.       Pavel Sozykin/ Denis Gribanov (RUS), 32 Punkte (9/(10)/2/2/2/4/1/8/4)
3.       Daichi Tajayama/ (JPN), 41 Punkte (5/ 9/ 4/6/6/2/UFD/3/6)
5. David Bargehr/Lukas Mähr (AUT), 47 Punkte (3/1/(8)/5/8/7/8/5)


Nacra 17 mixed (Endstand nach dem Medalrace)
1.       Thomas Zajac/ Barbara Matz (AUT), 24 Punkte ((4)/1/1/1/1/3/4/3/1/2/1/2/1/1/2)
2.       Jan Hauke Erichsen/ Ann Kirstin Wedemeyer (GER), 34 Punkte (1/(3)/3/ 2/2/1/3/1/3/3/DNF/1/2/3/6)
3.       Maksim Semenov/ Alina Shchetinkina (RUS) , 48 Punkte (3/(6)/2/6/3/4/1/2/2/4/5/3/2/6/DPI)

 

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