MONS ROYALE DUAL SPEED & STYLE INNSBRUCK SORGT FÜR ÜBERRASCHUNG

Kein Podestplatz für sowohl Series-Champion als auch Gesamtführenden

Auf der spektakulären Strecke des Mons Royale Dual Speed & Style Innsbruck setzte sich der fliegende Franzose Tomas Lemoine in einem packenden Finale gegen den Schweden Martin Söderström durch. Vor der traumhaften Kulisse der Nordkette schrammte Söderström am Sieg vorbei, war aber dennoch mit dem Ergebnis zufrieden.

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Tomas Lemoine und Martin Söderström konnten sich beim Mons Royale Dual Speed & Style Innsbruck Gold und Silber sichern. © Fraser Britton

Für Lemoine war Style der Schlüssel zum Sieg: Mit seinem 360, Double Barspin to Xup und Flip Double Barspin überzeugte der sympathische Franzose sowohl die Fans als auch die Judges und sicherte sich seinen ersten Sieg in der Disziplin Dual Speed & Style.
Erst vor einer Woche musste sich Söderström in Les Gets mit Platz 3 zufriedengeben. Beim Mons Royale Dual Speed & Style Innsbruck am Donnerstagabend kletterte er eine Stufe höher, für den Sieg reichte es dennoch nicht. Der Schwede wurde allerdings sportlich-fair von seinem Bezwinger Lemoine als „einer der besten Freestyle-Fahrer aller Zeiten“ gewürdigt – und war laut eigenen Angaben mit Platz 2 „total happy“ und ab sofort „voll und ganz auf Crankworx Whistler konzentriert“.
„Der Bewerb war super. Ich hatte die ganze Zeit ein Lächeln im Gesicht. Hoffentlich klappt es dann beim nächsten Crankworx mit Platz 1“, so Söderström.
Der Zwei-Meter-Mann aus Uppsala gewann die Disziplin Dual Speed & Style bei Crankworx Rotorua – den ersten Bewerb einer saisonlangen Serie von Dual Speed & Style im Rahmen der Crankworx World Tour. Doch Verletzungen machten dem Schweden in den letzten Monaten immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Jetzt ist Söderström aber wieder fit und findet langsam zur Topform zurück.
Lemoine hingegen zählt zu einer großen Gruppe von Slopestyle-Fahrern, die diese Saison die technische Latte extrem hoch gelegt haben. Damit waren die klassischen Racer, die zwar schnell unterwegs sind, aber über ein eher bescheidenes Trick-Repertoire verfügen, gefordert.
„Ich denke es ist wie ein großer Wettkampf unter uns allen. Jedes Mal werden die Tricks schwieriger und die Fahrer schneller“, so Lemoine, der sich in einem packenden Finale knapp vor Söderström durchsetzen konnte.
Diese Entwicklung hat zur Folge, dass Pumptrack-, Slalom- und (ehemaliger) BMX-Spezialist Barry Nobles jetzt an neuen Tricks arbeitet. Die Früchte seiner Arbeit zeigte der US-Amerikaner gleich in Innsbruck mit einem fetten 360 Tailwhip – auch wenn die Chancen, den Trick sauber zu stehen, laut den Moderatoren bei nur 20 % lagen! Auch der 23-jährige Racer Austin Warren feilt fleißig an seinen Tricks und hat erst vor zwei Wochen den Backflip gelernt. Doch auch für ihn hat sich die harte Arbeit gelohnt: Warren konnte gleich im Achtelfinale Jakub Vencl ausschalten, der nach Siegen im Dual Speed & Style in Rotorua und Les Gets die Gesamtwertung in dieser Disziplin anführt.
Die jüngste Disziplin bei Crankworx zählt heute für viele zu den dynamischsten und spannendsten Bewerben der World Tour. Immer mehr Racer zeigen atemberaubende Tricks, während die ehemaligen Slopestyle-Stars immer schneller unterwegs sind.
Platz 3 ging an Sam Reynolds. Der Brite verzichtet 2017 erstmals seit sechs oder sieben Jahren auf eine FMB-Lizenz und war dementsprechend glücklich mit seinem Podestplatz bei Crankworx Innsbruck.
„Ich bin eigentlich hierhergekommen, um mit den anderen Jungs zu chillen. Im letzten Moment habe ich beschlossen, doch noch beim Dual Speed & Style mitzufahren – keine schlechte Entscheidung“, freute sich der Mann aus Großbritannien.
Auf seinem Weg ins kleine Finale setzte sich Reynolds sogar gegen den amtierenden Dual Speed & Style World Tour Champion, Adrien Loron (FRA), durch.

Mons Royale Dual Speed & Style Innsbruck Männer:

1. Tomas Lemoine (FRA)
2. Martin Söderström (SWE)
3. Sam Reynolds (GBR

Gesamtführender, Dual Speed & Style World Tour: Jakub Vencl