HERZSCHLAGFINALE DER DAMEN AUF DEM PUMPTRACK IN INNSBRUCK

Französischer Pumptrack-Champion erneut eine Klasse für sich bei der Crankworx World Tour

Knapper geht’s nicht: In einem packenden Finale auf dem Pumptrack setzte sich am Freitagabend die Australierin Caroline Buchanan um wenige Zentimeter vor ihrer Rivalin Jill Kintner aus den USA durch.

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Caroline Buchanan konnte sich bei der Raiffeisen Club Pump Track Challenge presented by RockShox die Goldmedaille sichern. ©Fraser Britton/Crankwor

Beim ersten der zwei Finalläufe waren die zwei Fahrerinnen laut der Anzeigetafel in der Arena mit 0,00 Sekunden Abstand ex aequo ins Ziel gekommen – erst ein paar Minuten später wurde von den Moderatoren durchgegeben, dass die US-Amerikanerin Kintner nach dem ersten Run laut offizieller Zeitnehmung um 0,006 Sekunden vorne war.

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Doch im zweiten Lauf konnte sich die Australierin Caroline Buchanan knapp durchsetzen – um ganze 0,03 Sekunden. Im Ziel wurde sie von ihrem Verlobten Barry Nobles (USA) umarmt, der sich mit Rang 3 im Männerbewerb ebenfalls einen Podestplatz sichern konnte.
„Ich wusste, im Finale wird es extrem knapp. In die erste Kurve bin ich richtig reingesprungen und konnte so einen kleinen Vorsprung aufbauen. Auf der Zielgeraden kamen mir meine BMX-Skills zugute und ich konnte mich am Ende mit ein paar Manuals bis ins Ziel retten“, strahlte Buchanan um die Wette.
Die Rivalität zwischen Buchanan und Kintner zählt zu den Highlights der Crankworx World Tour 2017. Beide Fahrerinnen kommen ursprünglich aus dem BMX-Sport. Beide waren zweimal bei Olympia am Start – Buchanan sogar letztes Jahr in Rio. Beide konnten sich mehrmals in der Disziplin Pumptrack durchsetzen. Und die beiden Damen schenken sich keinen Zentimeter im Kampf um den Titel „Queen of Crankworx“ sowie um den Crankworx Pump Track World Title.
„Sportlich haben beide einen sehr ähnlichen Hintergrund – es ist fast so, als ob ich gegen mich selbst antreten würde“, so Kintner. Fast jedes Rennen zwischen ihnen, fügte sie hinzu, werde erst auf den letzten Metern entschieden.

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Nicht ganz so knapp aber dennoch extrem spannend war der Bewerb der Männer, bei dem vor allem vier Athleten immer wieder um den Sieg fahren. Einer von ihnen ist Mitch Ropelato aus den USA. Der Franzose Adrien Loron, der sich am Freitagabend mit Platz 4 begnügen musste, ist auch ein Garant für das Finale oder Halbfinale. Dort trifft er nicht selten auf Barry Nobles – und in letzter Zeit auch auf Chaney Guennet (FRA). Erst letzte Woche zeigte der Franzose vor Heimpublikum in Les Gets eine starke Leistung und landete auf Platz 2. In Innsbruck kletterte er eine Stufe höher und holte sich den Sieg.

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„Die Strecke ist richtig, richtig schwer – und so gefällt’s mir“, so Guennet, dessen kurze Sweat-Short im Fahrerfeld und im Publikum für Aufsehen gesorgt hatte – bis Mitch Ropelato in der Lederhose am Start stand.
Ein kleiner Fehler im Finale kostete Ropelato den Sieg. Im Gegensatz zu Guennet war die Strecke dem US-Amerikaner fast ein wenig zu leicht. Er forderte die Kursbauer auf, in Zukunft einen noch schwierigeren Parcours zu bauen, wo sich die Spreu vom Weizen trennen würde.
„Ich glaube, wir sollten weniger Zeit auf dem Boden und mehr Zeit in der Luft verbringen“, so Ropelato. „Zwischen den vier schnellsten Athleten ist es immer sehr knapp. Es kann jeder gewinnen. Da könnten ein paar Sprünge und andere Sachen vielleicht den Unterschied ausmachen. Sonst geht es immer nur darum, wer die wenigsten Fehler macht. Auf schwierigeren Strecken würden wir sehen, wer zum Beispiel mit großen Sprüngen und engen Stilkurven besser umgehen kann.“
Die Raiffeisen Club Pump Track Challenge presented by RockShox war der dritte Bewerb des fünftägigen Mountainbike-Festivals Crankworx Innsbruck.

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Raiffeisen Club Pump Track Challenge presented by RockShox Männer:

1. Chaney Guennet (FRA)
2. Mitch Ropelato (USA)
3. Barry Nobles (USA)

Raiffeisen Club Pump Track Challenge presented by RockShox Frauen:

1. Caroline Buchanan (AUS)
2. Jill Kintner (USA)
3. Geraldine Fink (SUI)


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