Silber bei den World Games und ein frühes Aus

Alisa Buchinger bei den World Games Silber, Bettina Plank schied in der Vorrunde als Dritte aus.

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@Ewald Roth

Weltmeisterin, Europameisterin, Weltcup-Finalsiegerin und nun Finalistin der World Games in Wroclaw (Pol): Alisa Buchinger verabschiedet sich nach der höchst umstrittenen Final-Niederlage gegen Lamya Matoub (Alg/Nr. 30) nach einem 0:0 und 1:4 nach Kampfrichterentscheid mit Silber hocherhobenen Hauptes aus der Klasse bis 68 Kilogramm, wechselt nun in den Olympiarhythmus und in die Kategorie bis 61 Kilo. „Ich wusste, dass die Afrikameisterin schwer zu bekämpfen ist. Sie hat eine Riesenreichweite und unorthodoxe Techniken. Dennoch habe ich mich gut gefühlt und wollte gewinnen“, analysierte Alisa Buchinger ihre Finalniederlage.

Dabei beherrschte sie die Vorrunde und siegte auch im Semifinale, entschied die Neuauflage des WM-Endkampfes von Linz 2016 klar für sich. Vollkommen fokussiert stieg Alisa Buchinger auf die Tatami, klopfte sich energisch auf die Brust und ließ im Halbfinale gegen Vizeweltmeisterin Kristine Pedersen (Dän) nie Zweifel aufkommen: Nach 57 Sekunden stellte die Salzburgerin mit einem Tsuki auf 1:0. Mit dem Waza-ari sorgte Alisa 37 Sekunden vor Schluss für die Vorentscheidung, stellte auf 3:0. Am Ende feierte sie einen 4:0-Sieg und bestätigte das WM-Finalergebnis von Linz – im Herbst hatte Alisa 6:1 gewonnen.

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Alisa Buchinger heizte die ausverkaufte Gem-Halle schon in der Vorrunde kräftig an: Erst fegte die Salzburgerin Lokalmatadorin Kamila Warda (Pol/Nr. 34) eindrucksvoll mit 5:0 von der Tatami, dann versuchte sich Amy Thomason (Nzl/Nr. 45) „auf der Flucht“ – so kam es „nur“ zu einem 2:0. Am Ende der Vorrunde folgte ein programmiertes 0:0 gegen Lamya Matoub (Alg/Nr. 30) – Gruppensieg. Und die Algerierin meinte: „Wir sehen uns im Finale.“ Womit sie Recht behielt – und am Ende sogar Gold eroberte.

Trainer Manfred Eppenschwandtner verstand die Welt nicht mehr: „Alisa war klar besser, war dreimal dran, den Punkt zu machen. Nach dem Fight blickte ich nur Richtung Hauptkampfrichter. Der zeigte blau für Alisa auf – ich begann mich zu freuen. Doch dann sah ich von den anderen Referees vier rote Fahnen. Eine unverständliche Entscheidung und Niederlage.“

Übrigens: Bislang holte der ÖKB einmal Silber, durch Georg Petermann 1997 in Lahti (Fin).

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Nach dem Horrorlos folgte der Albtraum – Bettina Plank scheiterte bei den World Games in Wroclaw (Pol) schon in der Gruppenphase, wurde in jenem Pool, in den die vier besten Karateka der Welt einander zugelost wurden, Dritte und holte zumindest laut Papierform Bronze. „Das zählt leider nicht. Es war nicht mein Tag“, war die Karate-do-Wels-Athletin niedergeschlagen.

„Bettina kam nie ins Turnier, fand nicht zu ihrem Punch“, bilanzierte Trainer Juan Luis Benitez. Schon im ersten Duell musste die Weltranglisten-Zweite gegen die amtierende Weltmeisterin Alexandra Recchia (Fra) ran, verlor mit 0:1. Mit einem 1:0 gegen die regierende Europameisterin Kateryna Kryva (Ukr) steuerte die 25-Jährige wieder auf Halbfinalkurs, benötigte im letzten Vorrundenkampf gegen die starke Türkin Serap Ozcelik, die Nummer drei der Welt, ein Remis. Allerdings gab es 68 Sekunden vor Schluss eine haarscharfe Entscheidung, wobei der Yuko zugunsten der Türkin gegeben wurde. Plank musste angreifen und verlor 0:2.