Erste Pole und weiteres Treppchen für Neuhauser Racing

Michael Waldherr bescherte seinem Team Neuhauser Racing beim vierten Durchgang der ADAC Formel 4 in Oschersleben das zweite Treppchen der Saison und die erste Poleposition im Jahr 2017. Für den zweiten Racer in den Farben des österreichischen Teams verlief das Rennwochenende vom 7. Bis 9. Juli weniger erfolgreich. Andreas Estner kehrt ohne Punkte aus Oschersleben zurück.

Regionalsport Neuhauser Racing Poleposition Michael Waldherr ADAC Formel 4 Oschersleben Andreas Estner
Andreas Estner Foto: ADAC Motorsport

Nur am Start musste sich Michael Waldherr einem Konkurrenten geschlagen geben. Beim dritten Lauf in der Motorsportarena Oschersleben ließ der Bayer den späteren Sieger Frederik Vesti ziehen, brachte dann allerdings seinen zweiten Platz nach dreißig Minuten Renndauer souverän ins Ziel, nachdem Waldherr von Position eins ins Rennen gegangen war. „Das Rennen lief nach dem Start fast optimal“, sagt Waldherr. „Das waren wichtige 18 Punkte für die Meisterschaft“.

 

Nicht ganz so zufrieden zeigte sich das Team mit dem Ergebnis des Qualifyings. Nach einem wetterbedingten Stromausfall in Oschersleben kamen auch die Neuhauser-Piloten mit ein bisschen zu wenig Saft schlecht in den Tritt. Michael Waldherr setzte die zwölftbeste Zeit, Andreas Estner landete drei Plätze dahinter. Dass Waldherr aus diesen Voraussetzungen die Plätze zehn und acht herausfuhr, stimmte Teamchef Hannes Neuhauser allerdings versöhnlich. „Vor allem der zehnte Platz und damit der Startplatz eins fürs dritte Rennen war wichtig“, so Neuhauser. „Damit waren wir trotz des durchwachsenen Zeittrainings doch wieder im Geschäft.“

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Michael Waldherr Foto: ADAC Motorsport

Andreas Estner hatte weniger Glück. Er kam mit Platz 13 und Platz 18 außerhalb der Punkte ins Ziel. Auch im dritten Lauf, den er von Startplatz 13 in Angriff nahm, hatte Estner mit Rang 14 punktetechnisch das Nachsehen. „Andreas ist erst in seiner zweiten Saison im Formelsport und muss noch viel lernen“, so Neuhauser. „Mit der neuen Variante der Kurve eins war es hier noch schwieriger zu überholen. Das war mit den Startplätzen aus dem Mittelfeld einfach ein Nachteil.“

 

Michael Waldherr hat damit zur Halbzeit der Saison zwei Podiumsplätze eingesammelt und ist mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden, auch wenn er sich über den verpassten Sieg in Oschersleben ärgert. „Rückblickend war das Wochenende auf dem Papier aber sehr erfolgreich“, sagt er. „Darauf bauen wir jetzt weiter auf.“

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Michael Wadherr am Podium Foto: ADAC Motorsport

Halbzeitmeister darf sich übrigens der Brasilianer Felipe Drugovich nennen. Der Van-Amersfoort-Pilot war vergangenes Jahr noch als Rookie beim Team Neuhauser Racing unter Vertrag. Die ADAC Formel 4 geht jetzt in die Sommerpause. Ab dem 4. August starten die Nachwuchsrennfahrer am Nürburgring in die zweite Saisonhälfte.