Vanessa Herzog überragend bei der Europameisterschaft

Zwei Staatsmeistertitel komplettieren ihre Sammlung. Auch ihre Vereinskollegen holten Medaillen.

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Foto und Titelfoto: Peter Maurer

Vanessa Herzog sorgte mit ihren Europameister-Titel über 500 Meter im Eisschnelllauf im russischen Kolomna für eine Sensation. Nach 25 Jahren holte die für den (im Sommer für den SC Lattella Wörgl Speedskating) an den Start gehende Eisschnellläuferin den fünften EM-Titel für Österreich in der 125-jährigen Geschichte. Für Österreich ist das die 15. Medaille bei einer Europameisterschaft zudem ist Vanessa Herzog die sechstjüngste Europameisterin in der Geschichte dieses Sportes.

Die 22-jährige Sprinterin gewann den Auftakt, am 5. Jänner, über 500 Meter mit einem Vorsprung von 35 Hundertstel auf die Russin Angelina Golikova. Dabei begann der Wettkampf für Vanessa alles andere als optimal. Sie verursachte einen Fehlstart in ihrem Duell mit der Russin. Noch mehr Selbstvertrauen holte sich die Olympia-Teilnehmerin, welche im Februar in Pyeongchang stattfinden, mit der Silbermedaille über 1.000 Meter und der Bronzemedaille im Massenstart.

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Foto: Tom Sports Consulting

"Da ist ein richtiger Traum in Erfüllung gegangen. Ich bin super in das Rennen gestartet und die Schlussrunde war richtig schnell, auch wenn ich noch zwei kleinere Fehler drinnen hatte", berichtet Vanessa Herzog nach dem 500 Sprint die seit einem Jahr in etwa von ihrem Mann Thomas Herzog trainiert wird. Er fügte hinzu: „Vor einem Jahr standen wir bei der Europameisterschaft und waren enttäuscht, da vieles nicht funktionierte und Vanessa nicht mehr richtig Eisschnelllaufen konnte. Ich habe daraufhin das Training übernommen. Auf den Kärntner Naturseen trainierten wir viele Grundlagen, mit weniger Gewicht, viel Schnellkraft und sorgten dafür, dass Vanessa wieder Gefühl für das Eis und das Eisschnelllaufen bekam. Sie lief wieder auf ihren alten Schienen, mit denen sie auch jetzt noch startet. Wir nahmen zusätzlich ein paar Änderungen vor und machten um einiges mehr an Grundlagenausdauertraining als die Jahre zuvor. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, wir sind sehr glücklich darüber.“

 

Zwei Wochen später konnte Vanessa Herzog sich zwei weitere Staatsmeistertitel bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft in Innsbruck holen - einmal über 500 und einmal über 1000 Meter. Ihre Vereinskollegen vom Sommer SC Lattella Wörgl, Ryan, Lina Petutschnigg, Ivona Matkovic und Alexander Farthofer, krönten sich ebenso mit einer Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille bei der ÖMS im Massenstart.

v.l.n.r.: Alexander Farhofer, Sarah Haupt, Präsident Robert Petutschnigg, Sharon Pendl, Vanessa Herzog, Ivona Matkovic, Vizepräsident Karl Amort und Vorstandsmitglied Doris Haupt. Vorne sitzend Lina Petutschnigg und Ryan Brina Regionalsport Tirol
v.l.n.r.: Alexander Farhofer, Sarah Haupt, Präsident Robert Petutschnigg, Sharon Pendl, Vanessa Herzog, Ivona Matkovic, Vizepräsident Karl Amort und Vorstandsmitglied Doris Haupt. Vorne sitzend Lina Petutschnigg und Ryan. Foto: SC Lattella Wörgl

Medaillenchancen bei den Olympischen Spielen

Am 9. Februar beginnen in Pyeongchang die Olympischen Winterspiele wo Vanessa Herzog im Eisschnelllauf Österreich vertreten wird und die Chancen für eine top Platzierung stehen laut ihrem Trainer Thomas Herzog gut wie er konstatierte: „Die Zeiten von Kolomna hätten nach unseren Einschätzungen bei den Olympischen Spielen für die top fünf Plätze gereicht. Das ist über 500 und 1000 Meter auch unser Ziel. Eine Medaille ist unser großer Traum, die sich, sofern alles passt, ausgehen könnte. Bei den 1500 Metern möchten wir mindestens unter die „Top-15“ fahren, quasi zum aufwärmen und im Massenstart wird Vanessa volles Risiko gehen – entweder eine Medaille oder Letzte.“.