Hofmann: „In Rio habe ich viel über mich gelernt!“

Olivia Hofmann meldet sich zurück: Rechtzeitig zum Start der Saison 2017 präsentiert sich die Tiroler Sportschützin wieder in Top-Form. Nach der erfolgreichen Qualifikation für die Europameisterschaften in Marburg (5. bis 11. März 2017) freut sich die Olympia-Fünfte auf den ersten großen internationalen Wettkampf in München, der zugleich der Startschuss für ihre „Road to Tokyo 2020“ ist.

Nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, wo die 24-Jährige erst mit dem 10-m-Luftgewehr um 0,2 Punkte am Finale der Top-8 vorbeischrammte und dann im Kleinkaliber-Dreistellungsmatch bis zur letzten Final-Serie auf Medaillenkurs lag, nahm sich Olivia Hofmann eine Auszeit. „Im Herbst habe ich mein Pensum etwas reduziert, nur das gemacht, was mir Spaß macht. Das ist wichtig, um mental frisch zu bleiben.“

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Olivia Hofmann @ÖOC/GEPA

Dementsprechend präsentiert sich die Tirolerin zum Saisonbeginn voller Tatendrang. Nach der team-internen EM-Qualifikation war Hofmann am Montag und Dienstag beim Meyton Cup in Innsbruck im Einsatz, von Mittwoch bis Sonntag schießt die Olympia-Teilnehmerin beim Internationalen Wettkampf für Luftdruckwaffen auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück bei München.

„Es ist alles da, was Rang und Namen hat, von Qualität und Niveau her ist es sogar über einen Weltcup zu stellen“, freut sich Hofmann auf den ersten internationalen Vergleich in dieser Saison – und auf einen ihrer Lieblings-Wettkämpfe, noch dazu fast vor der Haustüre. „Ich reise mit guten Erinnerungen zum IWK. 2015 habe ich in München den Quotenplatz für Rio geholt, im Vorjahr war ich im Finale und habe Österreichischen Rekord geschossen.“

Seit damals ist einiges passiert. Vor allem die Olympischen Spiele waren für die Entwicklung enorm wichtig. „Ich habe viel gelernt in Rio, vor allem habe ich mich besser kennengelernt, wie ich in verschiedenen Situationen reagiere.“ Die Zusammenarbeit mit ÖSB-Trainer Wolfram Waibel wird intensiviert. „Er weiß, wovon er redet, hat das alles schon mitgemacht. Vor allem aber geht er mit einem Plan an die Sache heran und hat immer eine Lösung parat. Geht nicht gibt’s bei ihm nicht“, lacht Hofmann.

Ansonsten hat sie ihr System nach Rio de Janeiro kaum umgestellt. „Ich bin kein Fan von Experimenten, es geht mir eher darum Bewährtes weiterzuentwickeln.“ Und da liegt der Fokus weniger auf der Quantität als vielmehr auf der Qualität. „Erfolg kommt nicht zwingend von Schusszahlen. 150 oder 200 Schuss bringen nichts, wenn du nicht voll bei der Sache bist.“

Dann geht sie lieber Langlaufen, Skifahren oder in die Kraftkammer im Olympiazentrum Campus Sport Tirol in Innsbruck. Dort wird Olivia Hofmann von der Sportwissenschaft über die Regeneration bis zur Ernährungsberatung betreut. „Der Verband und das Olympiazentrum bieten mir perfekte Bedingungen, um mich in den nächsten dreieinhalb Jahren voll und ganz auf meinen Sport und meine Entwicklung bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zu konzentrieren.“