medalp Hanball Tirol hat oberes Playoff im Krimi verpasst

Ein bitterer Abend für medalp Handball Tirol im heimischen Landessportcenter: Am 18. und somit letzten Spieltag des Bundesliga-Grunddurchgangs unterliegen die Innsbrucker dem ATV TDE Group Trofaiach 19:20 und müssen daher ins Untere Playoff.

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Foto: Handball Tirol

Das direkte Duell ums Obere Playoff zwischen dem zuvor punktgleichen Fünften und dem Sechsten brachte ein enorm spannendes Match mit dem besseren Ende für den ATV Trofaiach. Dank des 19:20-Erfolges im Innsbrucker Landessportcenter ziehen die Steirer ins Obere Playoff ein. Für medalp Handball Tirol geht es hingegen ab Februar um den Klassenerhalt im Unteren Playoff. Gegner werden dann Kärnten, der Vöslauer HC, HIB Graz und die Fivers Margareten sein.

Im alles entscheidenden Spiel legten die Hausherren einen sehr guten Start hin, dominierten Trofaiach anfänglich. Manuel Hechenblaikner traf in der neunten Minute zum 4:1, nach 20 Minuten stand es 8:3. Die Steirer brachten lange Zeit kaum einen Ball im Tor des gut aufgelegten Keepers Aistis Pazemeckas unter. Doch Handball Tirol wurde unkonzentrierter, ließ ebenfalls reihenweise Chancen liegen. Trofaiach sammelte sich und startete die Aufholjagd. Zur Halbzeit betrug der Vorsprung bei 10:9 nur noch einen einzigen Treffer.

Entsprechend spannend ging es in Hälfte zwei weiter. Topscorer Mario Maretic sorgte gleich für den Ausgleich, medalp Handball Tirol legte aber meist ein Tor vor. Nach 37 Minuten sah Aistis Pazemeckas, der einen Gegenspieler beim Herauslaufen abgefangen hatte, eine harte rote Karte – die Innsbrucker mussten kurzzeitig in doppelter Unterzahl agieren. Dennoch stellten sie in Minute 42 auf 16:13. Allerdings war die Fehlerquote nach wie vor sehr hoch. Es dauerte bis zur 50. Minute, ehe Trofaiach neuerlich egalisieren konnte, kurz darauf lagen die Gäste zum ersten Mal überhaupt in Front (18:19, 52.). Philipp Igbinoba netzte zwar zum 19:19 (58.), aber der finale Treffer war Mario Maretic vorbehalten. Letztlich jubelte Trofaiach.

 

Stimme:

Mindaugas Andriuska (Spielertrainer medalp Handball Tirol): „Das ist natürlich sehr bitter für uns, wir waren nahe dran am Oberen Playoff. Wir hatten das Spiel lange unter Kontrolle, haben dann aber etwas die Nerven verloren, als es wieder enger wurde. Und wir wurden zunehmend müder, Trofaiach hat das genutzt. Wir haben leider zu viele klare Chancen ausgelassen, ihr Torhüter Varga war sehr stark. Vielleicht waren einige noch nicht reif genug fürs Obere Playoff, in den entscheidenden Phasen fehlt die Cleverness. Das hat man heute gemerkt. Jetzt werden wir uns so schnell wie möglich wieder sammeln und Kraft fürs Untere Playoff tanken. Den Klassenerhalt wollen wir so rasch wie möglich fixieren.“