Die Liebe zum Sport macht es möglich

Anna & Petra Huter starten nach einem erfolgreichen Jahr mit Zuversicht in die neue Saison

Bescheiden bleiben die Schwestern, Anna und Petra Huter aus Rinn, obwohl sie an den Medaillen gemessen, die erfolgreichsten Fahrerinnen von dem in Vomp ansässigen ÖAMTC tomsiller.at RC Tirol waren.

Regionalsport, Anna Huter, Petra Huter, Michael Gogl, ÖAMTC tomsiller.at RC Tirol
Anna Huter, Michael Gogl, Petra Huter (v. l.) @ Walter Andre

Dahingehend konnte sich Petra in der U17 Klasse den Österreichischen Meistertitel 2016 sichern, zudem wurde sie österreichische Vizemeisterin im Einzel-Zeitfahren-Straße. Zum krönenden Abschluss belohnte sich die Sport-Borg-Schülerin mit Bronze bei der österreichischen Meisterschaft im Bahnfahren.

Regionalsport, Petra Huter, ÖAMTC tomsiller.at RC Tirol
Petra Huter @ Walter Andre

Anna Huter beschenkte sich 2016 mit dem Vizemeister-Titel-Straße in der Juniorinnen-Klasse. Weiters holte sich die HTL-Tiefbau-Schülerin alle vier Tiroler Meistertitel in ihrer Klasse und die Bronzemedaille bei der ÖSTM-Scratch.

Anna Huter wird ab der Saison 2017 in der Elite-U23-Klasse starten. Petra bleibt in der U17 Klasse.

Dass Anna sich trotz der vielen Wochenstunden in der HTL nicht unterkriegen hat lassen, zeigten die Ergebnisse. Dennoch setzt sie sich keine großen Aussichten für ihre erste Saison in der Elite-U23, sie will sich herantasten. Natürlich freut sich Anna wenn sie über ihre Erwartungen fährt.

Regionalsport, Anna Huter, ÖAMTC tomsiller.at RC Tirol
Anna Huter @Walter Andre

Petra Huter sagt selbst von sich, dass sie es mit der Sport-Borg etwas einfacher hat. Radfahren gehört einfach dazu. Sie will 2017 ihre Titel verteidigen und noch welche dazu holen. Nebenher will sich Petra einen Namen in der Juniorinnen-Klasse machen, um eventuell bei der Rad-WM in Innsbruck an den Start gehen zu können. Darüber hinaus trainiert die Rinnerin auf den Österreich-Cup hin.

Wenn die beiden Mädls gefragt werden, was sie sich für den Radsport wünschen sind sie sich einig: Zum einen möchten sie mehr mediales Interesse, gerade in Hinsicht auf den Radnachwuchs und den Frauen im Radsport. Zum anderen wäre eine bessere Kommunikation im österreichischen Rad-Nationalteam wünschenswert.

In Österreich hat es die Damenwelt im Radsport nicht einfach. Das ist längst bekannt. Etwa gibt es kein UCI-Damen-Team in Österreich, dennoch wird es besser, wie Anna sowie Petra finden, gerade auch wegen dem RC Tirol: „Wenn man in ein internationales Team reinkommen will, ist der RC Tirol das beste Sprungbrett für Frauen.“

Dass beide den Sport lieben, haben sie letzte Saison mehr als nur einmal bewiesen, dass der Radsport mehr als nur ein Hobby für die Beiden ist, haben sie gezeigt. Doch ohne die ganzen Unterstützungen von Menschen die zum Teil sehr gute Freunde geworden sind, wären die vielen Top-Platzierungen sowie Medaillen nicht möglich gewesen. Dafür möchten sich Petra und Anna Huter herzlichst bei jedem bedanken und blicken mit Zuversicht auf viele weitere erfolgreiche Jahre im Radsport.

Was nach der Schule sein wird, haben sich die Schwerstern noch offen gelassen. Ob Radprofi, studieren, arbeiten oder zur Polizei gehen, alles ist möglich.