ÖTTV-Ladies lösten in Katsdorf EM-Ticket

Geschafft! Um 21:07 Uhr lösten Österreichs Tischtennis-Damen nach den Herren ebenso das Ticket für die Europameisterschafts-Endrunde von 13.-17.9. in Luxemburg. Der Vize-Europameister von 2014 bezwang im letzten Gruppenspiel in Katsdorf Wales mit 3:2 ab. „Vier Spiele, vier Siege – wir sind stolz auf das Team“, jubelte ÖTTV-Präsident Hans Friedinger mit den 200 Fans, welche die Katsdorfer Volksschule zum Hexenkessel verwandelten, in seiner Heimat-Gemeinde.

Regionalsport Österreichischer Tischtennis Verband Damen EM
Foto: Photo Plohe
Regionalsport Amelie Solja Österreichischer Tischtennis Verband Damen
Amelie Solja Foto: Photo Plohe

Amelie Solja – aufgrund der Abwesenheit von Liu Jia und Sofia Polcanova, die schon zum Champions League Spiel nach Matz (F) gereist waren, Nummer 1 – startete zwar sehr zögerlich in das Spiel: Im ersten Satz musste sie gegen Megan Phillips (Nr. 442) sogar fünf Satzbälle abwehren, gewann dann aber 21:19. Das 11:3 und 11:6 war dann Draufgabe für die Nummer 101 der Welt.

Im zweiten Spiel musste ÖTTV-Küken Karoline Mischek gegen die Nummer 1 der Waliserinnen, Charlotte Carey, an die Platte, verkaufte sich aber gut und hielt in Satz eins bis 9:11 mit. Nach dem 6:11 in Durchgang zwei, konnte die Linz AG Froschberg-Spielerin, die im Mixed Jugend-EM-Bronze erobert hatte, sogar den dritten Satz mit 11:7 gewinnen. Das 7:11 in Satz Nummer vier bedeutete aber dann das 1:1 an Matchpunkten.

Spiel Nummer drei war klar in der Hand von Li Qiangbing – die Gattin des Tischtennisspielers des Jahres, Stefan Fegerl, beherrschte Chloe Thomas nach Belieben, konnte das Tempo immer wieder – wenn es notwendig war – erhöhen und gewann 3:0. Das bedeutet auch, dass zu diesem Zeitpunkt um 21:07 Uhr Österreich bereits als Gruppensieger festgestanden hat und sich fix für Luxemburg qualifiziert hatte.

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Unterstüzung für die Östereicherinnen Foto: Photo Plohe

Das Spiel der beiden Topgesetzten ließ die Stimmung dann allerdings kippen: Amelie Solja fand gegen Charlotte Carey kein Rezept. Die Linkshänderin brachte die Villacherin mit ihren speziellen Service-varianten und dem unorthodoxen Verteidigungsspiel aus dem Rhythmus – Solja verlor 0:3.
Karoline Mischek lag im Entscheidungsspiel gegen Megan Phillips schnell 0:7 zurück, verlor Satz eins 5:11, kam im zweiten Heat mit 11:8 zurück. Plötzlich kochte die Halle wieder – und Satz drei wurde zur Nervenschlacht, die Karoline Mischek mit 11:9 für sich entschied. Den letzten Satz holte die 18-Jährige mit 11:3 und dann jubelte die Halle: „Hey, hey, Super-Karo, hey“.

 

Resultate: Österreich – Wales 3:2

Amelie Solja – Megan Phillips 3:0 (19, 3, 6)

Karoline Mischek – Charlotte Carey 1:3 (-9, -6, 7, -7)

Li Qiangbing – Chloe Thomas 3:0 (7, 7, 8)

Amelie Solja – Charlotte Carey 0:3 (-8, -9, -9)

Karoline Mischek – Megan Phillips 3:1 (-5, 8, 9, 3)
Das Aufgebot von Österreich:
Amelie Solja Nr. 101 der Welt

Li Qiangbing Nr. 109

Karoline Mischek Nr. 331 (U21: 146)

Ersatz: Sophia Kellermann Nr. 595 (U21: 374/U18: 253)
Bundestrainer: Liu Yan Jun
Das Aufgebot von Wales:
Charlotte Carey Nr. 235 der Welt (U21: 83)

Chloe Thomas Nr. 418

Megan Phillips Nr. 442

Coach: Ryan Jenkins