Die Top Vier können sich absetzen

Durch zwei bittere Heimpleiten hat UTTC Oberwart, zumindest vorläufig, den Anschluss an die ersten vier Mannschaften verloren. Die Burgenländer mussten sich sowohl dem Tabellenvierten SPG Linz, als auch dem Dritten, HiWay Grill Kapfenberg, klar geschlagen geben. HiWay Grill Kapfenberg unterlag Walter Wels nach einem wahren Krimi mit 2:4. Auch Cupsieger SG Stockerau konnte einen hart erkämpften 4:1 Sieg über UTTC Raiffeisen Kennelbach einfahren. Damit konnten die SG Stockerau und Walter Wels ihre Positionen auf Platz Eins und Zwei in der Tabelle ebenso festigten, wie HiWay Grill Kapfenberg und SPG Linz die Plätze Drei und Vier. Der Badener AC konnte sich durch einen überraschenden Sieg gegen die Turnerschaft Sparkasse Innsbruck vorläufig vom letzten Platz lösen.

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SPG Linz Thomas Grininger Foto: ttbundesliga Mario Wanderer

UTTC Oberwart in eigener Halle chancenlos

Mit großen Ambitionen ist der aktuelle Tabellenfünfte der easyTherm Tischtennis Bundesliga, UTTC Oberwart in das vergangene Wochenende gestartet. Am Samstag war mit der SPG Linz der Tabellenvierte im direkten Duell zu Gast. Die Burgenländer hatten die Chance, den Oberösterreichern bei einem vollen Erfolg ganz nahe zu rücken und wollten daher unbedingt siegen. Es begann auch verheißungsvoll für die Hausherren. Dominik Habesohn musste zwar gegen Thomas Grininger hart kämpfen, behielt im vierten Satz jedoch mit 13:11 die Oberhand und konnte seine Mannschaft so in Führung bringen. Die Führung der Oberwarter hielt jedoch nicht lange. Lubumir Pistej, der spielfreudige und extrem starke Legionär der Linzer, konnte Victor Vajda klar bezwingen und somit den Ausgleich herstellen. Das dritte Einzel sollte dann bereits eine Vorentscheidung herbeiführen. Mathias Habesohn lag gegen Andreas Levenko bereits mit 2:1 Sätzen in Front, ehe der junge Linzer zurückschlug und sich nach fünf Sätzen durchsetzen konnte. Danach verlief das Spiel durchwegs zu Gunsten der Gäste. Das Doppel ging ebenso mit 3:1 an die Linzer Paarung Pistej/Levenko, wie das vierte Einzel, in dem sich Pistej gegen Dominik Habesohn durchsetzen konnte. 1:4 aus Sicht der Gastgeber lautete somit der Endstand.

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UTTC Oberwart Mathias Habesohn Foto: ttbundesliga Mario Wanderer

Auch am Sonntag sollte es für UTTC Oberwart nicht besser laufen. Diesmal war die drittplatzierte Mannschaft HiWay Grill Kapfenberg zu Gast. Auch für die Steirer waren die letzten Runden nicht besonders erfolgreich verlaufen, daher rechnete sich Oberwart durchaus Chancen aus. Auch diesmal machte Dominik Habesohn, gegen Kirill Gerassimenko, den Anfang. Das Spiel hatte alles zu bieten was Tischtennis attraktiv macht. Tolle Ballwechsel, einen spannenden Spielverlauf und jede Menge Dramatik. Schließlich musste sich Habesohn im fünften Satz 10:12 geschlagen geben. Schade, dass er Gerassimenkos Matchball durch einen Servicefehler selbst „verwertete“. Nun war bei Oberwart endgültig der sprichwörtliche Wurm drinnen. In den restlichen drei Spielen dieses Nachmittags konnten die Burgenländer insgesamt nur noch zwei Sätze gewinnen und unterlagen mit 0:4. HiWay Grill Kapfenberg konnte sich über den ersten Erfolg nach drei sieglosen Partien freuen. „Es war wirklich ein schwarzes Wochenende für uns. Wir wussten es würden schwierige Spiele werden. Trotz teils harter Gegenwehr waren wir in den engen Situationen mental nicht in der Lage die wichtigen Punkte zu machen“, resümierte Franz Felber, der Obmann des UTTC Oberwart.

Dramatik pur in Wels

Bereits am Samstag war HiWay Grill Kapfenberg beim bislang ungeschlagenen Tabellenzweiten der easyTherm Tischtennis Bundesliga, Walter Wels, zu Gast. Die Oberösterreicher hatten im Herbstdurchgang in Kapfenberg mit 4:0 gewonnen und gingen damit natürlich als klarer Favorit in das Rückspiel. Gegen Kapfenberg kam auf Welser Seite auch wieder Jianjun Wang, der bislang ungeschlagene chinesische Legionär der Oberösterreicher, zum Einsatz. Wang war es auch, der das erste Einzel an diesem Nachmittag zu bestreiten hatte. Er traf auf Christoph Simoner, die Nummer Zwei der Einzelrangliste. Simoner spielte in diesem Duell groß auf und überließ dem Chinesen keinen Satzgewinn. Die erste Niederlage Wangs fiel damit überaus deutlich aus.

Im zweiten Single standen sich dann Mihai Bobocica für Walter Wels und der Kapfenberger Gerassimenko gegenüber. Gerassimenko startete entfesselt und konnte dem italienischen Teamspieler die ersten beiden Sätze abnehmen. Der deutlich routiniertere Bobocica konnte jedoch kontern und einen Entscheidungssatz erzwingen. Hier war der junge Gerassimenko der Glücklichere und konnte hauchdünn gewinnen. Die Hausherren standen nun mit dem Rücken zur Wand. Zsolt Petö war es schließlich zu verdanken, dass es nach dem 0:2 Rückstand noch zur Wende kam. Petö bezwang zuerst David Vorcnik, ehe er an der Seite von Wang für den Ausgleich sorgen konnte. Wang bezwang in weiterer Folge Gerassimenko mit 3:0. Beim Stand von 3:2 für Walter Wels war es dann an Bobocica und Simoner, das entscheidende Einzel zu bestreiten. Dieses war an Spannung nicht zu überbieten und bot einen überaus kuriosen Spielverlauf. Simoner führte mit 2:0 in Sätzen und im dritten Satz bereits mit 9:4 ehe der Faden beim Kapfenberger komplett riss. Er verlor Satz Drei knapp und in weiterer Folge auch den vierten Satz mit 1:11. Im fünften Satz konnte Simoner zwar wieder dagegenhalten, unterlag aber schließlich mit 7:11. Wels bleibt somit ohne Punktverlust und hat nun einen beruhigenden Vorsprung auf Platz Drei.

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SG Stockerau Chen Weixing Foto: ttbundesliga Mario Wanderer

Harte Arbeit für SG Stockerau
Am Montag empfing Tabellenführer Stockerau den Nachzügler UTTC Raiffeisen Kennelbach. Am Ende konnte sich der Favorit erwartungsgemäß mit 4:1 durchsetzen. Ein Ergebnis, das die ganze Spannung dieses Duells nicht widerspiegelt. Stockerau musste erneut zu zweit antreten. Der rekonvaleszente David Serdaroglu trat zwar gegen Tarek Al-Samhoury an die Platte, gab dann jedoch auf. Janos Jakab hatte vorher gegen den Vorarlberger Istvan Toth alle Hände voll zu tun. Erst im fünften Satz konnte Jakab einen Gang höher schalten, die Fehlerquote minimieren und schließlich den Entscheidungssatz mit 11:1 klar für sich verbuchen. Danach konnte Weixing Chen gegen David Klaus 3:0 gewinnen, ehe das Doppel erneut zu einem Krimi wurde. Chen/Jakab konnten einen Rückstand noch drehen und schließlich ganz knapp mit 11:8 siegen. Jakab machte anschließend mit Al-Samhoury kurzen Prozess und sicherte dem Leader so den Sieg.

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Turnerschaft Sparkasse Innsbruck Christoph Maier Foto: ttbundesliga Mario Wanderer

Badener AC gibt rote Laterne ab
Das letzte Spiel dieses easyTherm Tischtennis Bundesliga Wochenendes brachte noch eine faustdicke Überraschung. Der Badener AC konnte den ersten Sieg der laufenden Saison einfahren. Vor eigenem Publikum konnten die Kaiserstädter gegen die Turnerschaft Sparkasse Innsbruck mit 4:2 gewinnen. Matchwinner war der junge Alexander Chen. Chen konnte sich nicht nur gegen Christoph Maier und Stefan Leitgeb durchsetzen, auch im Doppel, an der Seite von Eric Glod, blieb er gegen Krisztian Gardos/Leitgeb erfolgreich. Den vierten Punkt für die Hausherren steuerte Glod gegen Gardos bei. Die Niederösterreicher überholten mit diesem Erfolg UTTC Raiffeisen Kennelbach und TTV Wiener Neudorf, haben allerdings ein, beziehungsweise zwei Spiele mehr ausgetragen als die direkten Konkurrenten.


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