Rücktritt von Sportdirektor Svoboda als Chance für neue Olympia-Offensive

Nun ist es amtlich – das Rücktrittsgesuch von Tischtennis-Sportdirektor Fritz Svoboda wurde bei der Präsidiumssitzung im Linzer Ibis Styles-Hotel ohne Gegenstimme angenommen. Der langjährige ÖTTV-Funktionär, der zuletzt als Vizepräsident im Ressort Sport und als Sportdirektor fungierte, legt auf eigenen Wunsch per 31. Dezember seine Verbands-Funktionen zurück. „Präsident Hans Friedinger und ich haben zu unterschiedliche Ansichten. Da Friedinger als Präsident bis Tokio 2020 weitermachen will, habe ich die Konsequenzen gezogen“, schrieb Svoboda in einem offenen Brief.

“Wir werden nun die Chance der Veränderung ergreifen und unsere Vorstellungen einer offensiven, erfolgreichen Zukunft umsetzen. Ich selbst werde noch einen Olympia-Zyklus bestreiten. Wir machen unsere Teams olympiafit für Tokio 2020“, erklärte Friedinger, der nun interimistisch die Funktion des Sportdirektors übernimmt. Der erste Schritt, der im Präsidium gesetzt wurde, ist die Gewaltenaufteilung. „In Zukunft gibt es einen für den Spitzensport zuständigen Vizepräsidenten und einen weiteren hauptberuflichen Sportdirektor“, so Friedinger, dem alles andere als ruhige Weihnachten bevorstehen:

  • einerseits geht der Präsident auf Personalsuche in zweifacher Hinsicht: „Ich bin zuversichtlich die Ideallösungen zu finden und unseren beiden Nationalteams sowie dem B-Kader und den Regional-Zentren neuen Schwung geben zu können“;
  • andererseits steckt er als OK-Chef, Präsident und nun auch Sportdirektor mitten in den Vorbereitungen für die beiden EM-Qualifikationsspiele, die im Januar in Oberösterreich in Szene gehen werden. Die Herren treffen am 24.1. in Waizenkirchen im Entscheidungsspiel auf Ungarn, die Damen wollen am 26.1. in Katsdorf gegen Wales Platz eins fixieren
  • dazu hat Friedinger noch eine Baustelle zu bearbeiten: Nach dem Ausstieg von Ex-Weltmeister Werner Schlager betreut nun – vorerst für sechs Monate – der ÖTTV die Akademie in Schwechat. „Wir brauchen eine perfekte Lösung für unsere Topspieler, sowie starke Trainingspartner. Deshalb müssen wir sportlich, aber auch organisatorisch und wirtschaftlich am Erfolg der neuen Akademie Austria arbeiten“, weiß Friedinger.