Sicher im Schnee – Safe on Snow

Am Samstag, 3. Dezember 2016 machte das Projekt Safe on Snow Halt am Pitztaler Gletscher. Die Profi-Damen Aline Bock (Freeride Weltmeisterin), Jaclyn „Jackie“ Paaso (Vize Weltmeisterin), Eva Walkner (Freeride Weltmeisterin) und Angelika „Geli“ Kaufmann (professionelle Skilehrerin, Mitglied der High Zürs Skiführer, Mitglied der Lawinenkommission und Sprengmeisterin) zeigten 18 begeisterten Damen unter anderem, wie sie sich im Falle eines Lawinenabganges zu verhalten haben.

Geboren wurde die Idee, da sich immer mehr Menschen an das Freeriden und somit in Lawinengebiete heranwagen. Das Ziel von Safe on Snow ist, Unfälle aufgrund Unwissenheit zu verhindern und die Teilnehmerinnen mit gestärktem Selbstbewusstsein zu entlassen. Die Gefahren am Berg sollen lokalisiert und erkannt werden können um sie dann auszuschalten. Um 08.00 Uhr begann die Veranstaltung im Seminarraum auf 3440 Meter Höhe. Aline zeigte die Unterschiede zwischen Mann und Frau am Berg auf. Männer würden das Risiko unterschätzen, Frauen überschätzen es. Jedoch sind Frauen im Extremfall gefasster und haben die Sache im Blick. Zudem haben Frauen das bessere Bauchgefühl und verlassen sich auch darauf. Angelika als Expertin und Lawinensprengerin führte ins Thema der Lawinenkunde ein. Welche Hänge können gefährlich sein und wie wichtig ist es den täglich erscheinenden Lawinenlagebericht komplett durchzulesen.

Respekt am Berg...auch untereinander

Kaum ist frischer Schnee am Berg, möchte jeder Powderfan das ausnutzen. Dass ein solcher Traum-Tag aber nicht plötzlich endet, darüber unterrichtete Eva Walkner.

Die Vernunft muss siegen, wenn auf eisigem Hang 30 Zentimeter Neuschnee liegen aber sich schon zehn Freerider darin befinden, dann sollte man eher umkehren oder abwarten. Aufeinander zu warten, den Schwächsten in die Mitte zu nehmen und die KollegInnen während ihrer Abfahrt immer im Auge zu behalten zeigen, wie wichtig Miteinander am Berg ist.

Tourenplanung an Hand von Karten und Geländebild und die Wichtigkeit der Kommunikation untereinander, darüber sprach Jackie. Der ständige Kontakt untereinander und das achten auf sein eigenes Gefühl sind zusätzliche wichtige Komponenten.

Die Angst vor dem Suchen nehmen

Nach der Mittagspause wurde in Gruppen das aktive Suchen mit dem LVS-Gerät, Sonde und Schaufel im Schnee geübt und mit einem Notfallszenario gefestigt. Mitunter wurde den Teilnehmerinnen etwas die Angst vom sondieren genommen indem sie sich selbst mit der Sonde ertasteten.

Abgerundet wurde der Tag mit einer Tombola und tollen Preisen. Der gesamte Erlös der Tombola kommt der Lawinenhundestaffel/Bergrettung zugute.

 

Aus den Reihen der Teilnehmerinnen war zu hören, dass es ein toller Tag war, an dem wieder ersichtlich wurde, wie gut es ist, Bescheid zu wissen. Auf Gleichgesinnte zu treffen, Erfahrungen auszutauschen und das alles nur mit Frauen sei etwas besonderes gewesen.