Handball Tirol am Sonntag doppelt gefordert

Am Sonntag, 11.12.2016, steht die zweite Doppelveranstaltung dieser Saison mit einem HLA- und einem Bundesliga-Spiel in der Schwazer Osthalle auf dem Programm. Für Sparkasse Schwaz Handball Tirol gegen Moser Medical UHK Krems sowie für medalp Handball Tirol gegen HIB Grosschädl Stahl Graz geht es um ganz wichtige Punkte für das große Ziel Oberes Playoff.

Dario Lochner c_HT-Lassner
Dario Lochner c_HT-Lassner

Auf die Zuschauer in der Schwazer Osthalle wartet am Sonntag ein spannender Handballtag. Um 16.00 Uhr trifft medalp Handball Tirol in der 15. Runde des Bundesliga-Grunddurchgangs auf Schlusslicht HIB Graz. Aufgrund der Niederlage am Donnerstag in Kärnten sind die Innsbrucker, die derzeit auf Rang sechs liegen, unter Zugzwang. Zwei Punkte fehlen vier Spieltage vor Schluss auf den fünftplatzierten ATV Trofaiach.

Mindaugas Andriuska @HT
Mindaugas Andriuska @HT

Nach der formidablen Hinrunde kam zuletzt ein Einbruch, in den vergangenen sieben Runden fuhren Spielertrainer Mindaugas Andriuska und sein Team lediglich einen Sieg ein. Noch lebt der Traum vom Oberen Playoff allerdings. Im Heimspiel gegen Aufsteiger HIB Graz, der im Oktober auswärts souverän mit 22:30 bezwungen werden konnte, ist ein Erfolg Pflicht. Der Liga-Neuling konnte bislang in 14 Partien erst einen Punkt ergattern und liegt abgeschlagen auf dem letzten Platz. „Wir spielen derzeit nicht das, was wir können. Aber man muss das auch relativieren und dieser jungen Mannschaft eine solche Phase zugestehen. Es war klar, dass wir die Konstanz der Hinrunde nicht halten werden können – Leistungsschwankungen sind normal, viele Spieler sind am Beginn ihres Weges. Nun haben wir am Sonntag die Chance, unser wahres Gesicht zu zeigen“, so Andriuska.

Im Anschluss um 18.00 Uhr empfängt Sparkasse Schwaz Handball Tirol am 17. und somit vorletzten Spieltag des HLA-Grunddurchgangs zum Schlager den Moser Medical UHK Krems. Es ist das Duell des Vierten mit dem Dritten, Handball Tirol hält bei 19 Punkten, die Niederösterreicher haben einen Zähler mehr auf dem Konto. Sechs Vereine kämpfen noch um die fünf Ränge im Oberen Playoff, ein Sieg wäre für beide Mannschaften essenziell. Im ersten Aufeinandertreffen setzte sich Krems mit 29:26 durch.

Am Dienstag zeigte Sparkasse Schwaz bei den Fivers eine klasse Leistung, letztlich fehlte nicht viel zum Punktgewinn. Gegen die starken Kremser, die sich in dieser Saison unter Trainer Herbert Lastowitza sukzessive gesteigert haben, braucht es eine ähnliche Performance, um den dringend notwendigen Erfolg einzufahren. „Krems ist ein Team mit viel Routine und auf jeder Position sehr gut besetzt. Es gilt besonders, die Achse Mitkov, Feichtinger und Posch in den Griff zu bekommen, doch auch auf den Flügeln ist mit Schopf und Visy sehr viel Qualität“, erläutert Handball-Tirol-Trainer Raúl Alonso. „Krems hat in den vergangenen Saisonen immer im Oberen Playoff gespielt, kennt diese Situationen. Unser junges Team entwickelt sich noch, das hat man im bisherigen Saisonverlauf gesehen. Wir wollen beweisen, warum wir eine der besten Abwehrreihen der Liga stellen, brauchen wieder eine gute Deckungs- und Torhüterleistung, um diesen erfahrenen Gegner zu bezwingen. Mit Hilfe unseres Publikums wollen wir Krems in der Tabelle überholen – dann ist das Obere Playoff in Reichweite.“