Spanien kommt mit 7 Weltmeistern zur Handball WM Qualifikation

Einen Tag nach Österreich hat auch der spanische Handballverband RFEBM seinen Kader für die beiden EM-Qualifikationsspiele bekannt gegeben. Darin finden sich mit Julien Aguinagalde, Joan Cañellas, Gedeón Guardiola, Viran Morros, Valero Rivera, Daniel Sarmiento und Arpad Sterbik gleich sieben Spieler der Weltmeistermannschaft von 2013 wieder. „Ihre große Stärke ist ihre Abwehr. Aus der heraus sind sie äußerst gefährlich“, verrät ÖHB-Teamchef Patrekur Jóhannesson, der mit Aguinagalde in der Saison 2003/2004 sogar gemeinsam gespielt hat.

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Spaniens Nationalteam Foto: RFEBM

Nach dem Auftakt Anfang November stehen Österreichs Handball Männer Nationalteam die beiden schweren Länderspiele gegen Spanien bevor. Die Iberer gelten in der Qualifikationsgruppe 3 zur EURO 2018 als hoher Favorit. Ein Blick auf den Kader der Iberer verrät, dass sie mit viel individueller Klasse in die beiden Spiele gehen. Insgesamt finden sich gleich sieben Weltmeister von 2013 im Team wieder.

„Es ist ein Kader mit vielen bekannten Namen. Allein Cañellas, Aguinagalde, Morros oder auch Guardiola bringen enorm viel Erfahrung mit. Goñi ist ein hervorragender Rückraumspieler, Sarmiento ist äußerst beweglich. Sie haben auf jeder Position viele Möglichkeiten. Über diese Mannschaft muss man nicht viel reden, das ist ein sehr gutes Team. Ihr Trainer lebt Handball, es ist eine Riesenmannschaft, kein Wunder, dass sie bereits zweimal Weltmeister geworden sind“, sagt ÖHB-Teamchef Patrekur Jóhannesson.

 

In den vergangenen Wochen hat der Isländer gemeinsam mit seinem Betreuerteam jedes Spiel der Spanier der letzten Monate genau unter die Lupe genommen. Besonders herausgestochen ist dabei die Deckung, wie der Head Coach verrät: „Ihre große Stärke ist ihre Abwehr. Sie spielen meistens eine 6:0-Deckung, können aber auch auf 5:1 umschalten. Aus der Deckung heraus sind sie äußerst gefährlich, spielen sehr schnell nach vorne. Da müssen wir da sein und rasch auf Abwehr umschalten. Im Angriff haben sie viele Spieler die individuell stark sind. Sie lösen 2:2-Situationen mit hoher Qualität, Kreuzen viel und haben mit Aguinagalde einen hervorragenden Kreisläufer.“

Mit jenem Julien Aguinagalde verbindet den Teamchef sogar eine gemeinsame Vergangenheit. In der Saison 2003/2004 standen sie gemeinsam bei Bidasoa Irún (ESP) unter Vertrag: „Wir haben ein Jahr zusammen gespielt. Bei ihm war es der Beginn seiner Karriere, bei mir bereits das Ende. Er ist wirklich ein Weltklassespieler.“

Für sein Team gilt es, die Konzentration hoch zu halten: „Wir müssen über die gesamten 60 Minuten da sein. Es ist wichtig, dass wir mit breiter Brust auftreten, wir haben gegen Bosnien gezeigt wie gut wir spielen können.“

 

Die beiden Länderspiele am 3. Mai, 20:25 Uhr, in der Tiroler Wasserkraft Arena Innsbruck und am 6. Mai, 20:00 Uhr, in León werden von ORF Sport+ live übertragen.