28:23-Sieg – Handball Tirol steht im HLA-Semifinale

Es ist vollbracht: Sparkasse Schwaz Handball Tirol gewinnt auch das zweite Spiel im HLA-Viertelfinale gegen Bregenz: Mit dem klaren 28:23-Heimsieg in einer ausverkauften Osthalle gelingt der erstmalige Einzug ins Semifinale.

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Sparkasse Schwaz Handball Tirol Kandolf Thomas Foto: HANDBALL TIROL

Eine Wahnsinns-Atmosphäre in der randvollen Osthalle, das nächste Wahnsinns-Spiel der Hausherren. Vier Tage nach dem 24:27-Sieg in Bregenz bezwang Sparkasse Schwaz Handball Tirol den Rekordmeister auch im zweiten Match der
Best-of-three-Serie des HLA-Viertelfinales – und steht somit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Semifinale. Zwei Energieleistungen und verdiente Erfolge gegen die vor dieser Saison als Titel-kandidaten gehandelten Vorarlberger ermöglichen nun ein Duell mit dem amtierenden Meister und Pokal-sieger Fivers Margareten. Das Heimspiel findet am 14. Mai statt, zuvor geht es in die Hollgasse.
Die Tiroler begannen wie schon am Mittwoch überfallsartig, ließen den Gästen zunächst kaum Luft zum Atmen. Die Abwehr präsentierte sich erneut als sehr kompakt, Teufelskerl Aliaksei Kishov brachte die Bregenzer reihenweise zur Verzweiflung. Mit einem 6:0-Lauf und drei Treffern am Stück durch Josef Steiger stellte Handball Tirol nach elf Minuten auf 6:1, die Halle tobte. Bregenz nahm ein frühes Timeout, fand aber nur allmählich in die Spur. Sparkasse Schwaz spielte sich mitunter in einen Rausch, demonstrierte Tempohandball vom Feinsten – und lag in Minute 25 bereit mit 14:6 in Front. Bregenz wankte, erfing sich aber doch noch vor der Pause und halbierte den Rückstand. Bei 15:11 wurden die Seiten gewechselt.

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Sparkasse Schwaz Handball Tirol Raul Alonso Foto: Handball Tirol

Mit neuem Elan kehrten die Gastgeber zurück und hielten den Kontrahenten geschickt auf Distanz. Bregenz vergab eine Vielzahl an Chancen, Handball Tirol erwies sich als wesentlich nervenstärker und abgebrühter vor dem Tor. Dario Lochner erzielte in der 48. Minute das 22:15, schön langsam war Party in der
Osthalle angesagt. Bregenz zeigte Moral, kämpfte sich auf drei Tore Differenz heran (57.). Doch Sparkasse Schwaz Handball Tirol wankte keineswegs, fuhr den Sieg in einer letztendlich souveränen Manier ein. Der Rest war kollektiver Jubel.

 

Raúl Alonso (Trainer Sparkasse Schwaz Handball Tirol): „Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft in diesem Viertelfinale, ein Riesen-kompliment. Wir hatten großen Respekt vor Bregenz, wussten, was dieser Gegner leisten kann. Aber uns ist es gelungen, in beiden Spielen an unser Limit zu gehen und absolut verdient ins Halbfinale einzuziehen. Immerhin haben wir uns insgesamt bereits seit sieben Wochen auf das Viertelfinale vorbereitet. Wir haben Bregenz phasenweise förmlich eingeschnürt, mit tollem Tempo und einer aggressiven Deckung dagegengehalten. Meine Mannschaft hat sich in dieser Saison sehr weiterentwickelt, wir lassen uns auch durch Schwächephasen nicht mehr aus dem Konzept bringen, finden immer wieder zurück. Das haben wir am Mittwoch und heute gezeigt, das waren zwei ganz tolle Auftritte. Ein großer Dank gilt dem Publikum, die Fans sind wie eine Wand hinter uns gestanden – und meinem Trainerteam, das Woche für Woche tolle Arbeit leistet. Wir freuen sehr auf dieses Halbfinale, wollen nun natürlich das Finale erreichen.“

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Handball Bregenz Dominik Bammer Foto: Walter Zaponig

Robert Hedin (Trainer Bregenz Handball): „Gratulation an Schwaz, der Aufstieg ist absolut verdient. Wir haben uns sehr viel vorgenommen, aber wie schon am

Mittwoch den Start komplett verschlafen. Das war nicht mehr aufzuholen. Wir haben gekämpft, aber gegen diesen Gegner war nichts mehr zu holen. Dafür haben wir uns einfach viel zu viele technische Fehler erlaubt, die Wurfquote war nicht gut. Die Ausfälle konnten wir schwer kompensieren, die Mannschaft ist gegenüber dem Vorjahr auch verjüngt. In diesen Spielen hat sich das nun bemerkbar gemacht. Ich glaube, dass Handball Tirol gute Chancen auf das Erreichen des Finales hat.“


U20: Handball Tirol steht im Final 4

Die U20 von Sparkasse Schwaz Handball Tirol ringt Bregenz auch im zweiten Viertelfinal-Spiel mit 25:24 nieder und zieht nach einer sensationellen Leistung ins Final 4 des HLA-Cups ein. Dem 20:24-Erfolg im Ländle ließen die Youngsters von Trainer Sebastià Salvat am Sonntag einen weiteren folgen: Damit spielen die Schwazer am 1. Mai gegen die Fivers Margareten, Westwien und Hard um den Titel. Eine Bestätigung der unglaublichen Entwicklung dieser Mannschaft, die sich im Laufe der Saison sukzessive gesteigert hat und nun sogar die favorisierten
Vorarlberger aus dem Bewerb werfen konnte. Das zweite Match geriet zur Nervenschlacht. Die Hausherren lagen fast immer voran, aber Bregenz ließ sich nie abschütteln. Die Schwazer Deckung mit dem starken Keeper Adnan Alikadic machte letztlich den Unterschied aus, das Team rund um die Toptotschützen Emanuel Petrusic und Elias Nägele setzte sich verdient durch.