29. August 2018Hintergrundfoto: Picabay

Wacker Innsbruck in der neu formierten Bundesliga

Die Fußball-Bundesliga kommt zur Saison 2018/19 in einem neuen Gewand daher. Statt wie bisher mit zehn Vereinen wird die Liga ab dieser Spielzeit mit zwölf Vereinen ins Rennen um die Meisterschaft gehen. Doch damit nicht genug der Neuerungen: Die Vereine werden nicht mehr viermal gegeneinander antreten. Stattdessen wird die Liga in eine Meisterrunde und eine Abstiegsrunde geteilt werden, nachdem jeder gegen jeden jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel absolviert hat – also nach dem 22. Spieltag. Die Punkte dieser Vorrunde werden geteilt und in die Meister- bzw. Abstiegsrunde übernommen. Die sechs Teams der jeweiligen Runden spielen danach noch jeweils zweimal gegeneinander. Unterm Strich stehen damit 32 Spiele für jedes Team, statt wie bisher 36.

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By Steindy [CC BY-SA 4.0 ], from Wikimedia Commons

Meister und Vizemeister qualifizieren sich wie bisher für die Champions League Qualifikation. Die Mannschaften, die die Saison auf Rang drei und vier abschließen, dürfen in der Folgesaison in der Qualifikation zur Europa League spielen. Außerdem qualifiziert sich der Pokalsieger für die Europa League Playoffs. Sollte der Meister oder der Vizemeister Pokalsieger werden, kann sich auch der Tabellenfünfte Hoffnung auf die Europa League machen. Eine Besonderheit ist, dass der Sieger der Abstiegsrunde ebenfalls die Chance hat, sich für die Europa League zu qualifizieren. Denn nach Abschluss der Saison wird es ein Playoff Spiel zwischen dem Erstplazierten der Abstiegsrunde und dem am niedrigsten platzierten Europa League Qualifikanten der Meisterrunde geben.

Als souveräner Meister der 2. Liga kehrt der FC Wacker Innsbruck nach vier Jahren in die Bundesliga zurück und ist als Neuzugang zusammen mit Mitaufsteiger TSV Hartberg auch in den Fußball-Wetten bei bet365 eher ein Außenseiter. Finanziell sind die Tiroler nicht auf Rosen gebettet, weshalb auch nur ablösefrei Spieler zu den Schwarz-Grünen stießen. Mit Florian Buchacher (Linker Verteidiger, WSG Wattens), Stefan Meusberger (Innenverteidiger, TSV Hartberg), Ilkay Durmus (Linkes Mittelfeld, SV Ried), Simon Pirkl (Linker Verteidiger, Austria Lustenau) und Hidajet Hanki (Torwart, Blau-Weiß Linz) kamen einige Spieler, die in der letzten Saison in der 2. Liga spielten und nun beweisen müssen, dass sie genug Qualität haben, sich im Oberhaus durchzusetzen. Der senegalesische Flügelstürmer Cheikhou Dieng, der von Basakeshir Istanbul ausgeliehen wird, kennt sich in der Bundesliga, dank seiner Zeit beim SKN St. Pölten, bereits aus. Zudem wurde der zentrale Mittelfeldspieler Bryan Henning verpflichtet, der bei Hansa Rostock in Deutschlands 3. Liga eine feste Größe war. Der prominenteste Neuzugang dürfte Patrik Eler sein, der auf Leihbasis nach Innsbruck kommt. Der Mittelstürmer ist in Tirol bestens bekannt, kickte er doch schon in der vorletzten Saison für den FC Wacker und erzielte dabei 24 Treffer und gab 7 Torvorlagen. Bei seinem neuen Arbeitgeber, dem AS Nancy-Lorraine konnte sich der Slowene bislang nicht durchsetzen und absolvierte erst acht Partien. Insgesamt dürfte der FC Wacker Innsbruck damit seinen Kader zumindest in der Breite verbessert haben. Schmerzlich für die Schwarz-Grünen ist der Abgang von Florian Jamnig. Der rechte Mittelfeldspieler wechselte nach Linz, wo er dem LASK zur erneuten Qualifikation ins internationale Geschäft verhelfen möchte.

Wie stark Wacker Innsbruck in der neu formierten Fußball-Bundesliga durchstarten wird, ist schwer abzusehen. Es wird vor allem darauf ankommen, ob sich die Neuzugänge als echte Verstärkungen erweisen und wie der Abgang von Jamnig kompensiert werden kann. Angesichts des fast schon traditionell starken Abschneidens der Bundesliga Neulinge darf man in Tirol durchaus optimistisch sein.